Die Advokatur.ch

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Was die Kanzlei ist

Die Advokatur.ch ist eine Anwaltskanzlei mit Sitz in Luzern, die sich bewusst als "dynamisch, prozessorientiert, businessnah" beschreibt. Das ist eine bewusste Positionierung gegen den klassischen Anwaltstyp: nicht langsam und formalistisch, sondern schnell und praxisorientiert. Der Schwerpunkt liegt auf Internet-, KI- und Datenschutzrecht, mit besonderem und explizitem Fokus auf KI-Beratung und KI-Governance. Die Website nennt Prof. Ursula Sury als Rechtsanwältin und nennt zudem MLaw Luca Müller. Der genaue Umfang des Teams über diese beiden Personen hinaus wird auf der Website nicht angegeben.

KI-Governance ist ein junges und schnell wachsendes Rechtsgebiet. Organisations müssen heute entscheiden, wie sie künstliche Intelligenz in ihren Prozessen einsetzen, und dabei datenschutz-, vertrags- und regulatorisch korrekt bleiben. Das ist keine einfache Aufgabe, weil die Regulierung noch jung ist und sich schnell ändert.

Wofür man diese Kanzlei beizieht

Die Advokatur.ch richtet sich an Unternehmen, die mit der rechtlichen Seite von KI-Projekten kämpfen. Das ist eine konkrete praktische Aufgabe: Ein Unternehmen führt ein KI-System ein oder plant dies, möchte aber sicherstellen, dass es datenschutzrechtlich, vertraglich und regulatorisch korrekt ist. Ein Rechnungsleser-System, ein Chatbot, eine Prognosesoftware oder eine automatisierte Entscheidungsfindung, dies alles braucht rechtliche Absicherung.

Die Website beschreibt die zentrale Mission prägnant: "Wir helfen Ihnen Sicherheit in das rechtliche KI-Chaos zu bringen." Das bedeutet konkret nicht nur "ja, das ist erlaubt", sondern "hier ist ein Management-System, das Sie durch die Komplexität führt und Ihnen Sicherheit gibt."

Das Dienstleistungsangebot ist breit. Die Website listet auf: KI-Beratung und KI-Governance, Mediation in Digitalisierungs- und Governance-Projekten, Incident-Beratung für Datenschutz- und Informationssicherheitsvorfälle, Beratung zu Blockchain und Distributed Ledger Technologie, Vertragsmanagement, und Datenschutz-Zertifizierung. Das ist nicht eine Einzelleistung, sondern ein Spektrum.

Ein besonderes Merkmal ist die Positionierung als nicht nur Anwaltskanzlei, sondern als praktische Beraterin, die auch unterrichtet. Die Website beschreibt ihre Qualitätsmerkmale klar: "Wir erarbeiten individuelle Lösungen, um Ihren Geschäftsprozessen effizient und pragmatisch zu entsprechen." Das sagt: Nicht Standard-Lösungen, sondern Ihre Lösung. "Wir sind eine digitale Anwaltskanzlei und setzen auf die neusten Technologien, um Ihre Daten sicher bei uns aufzubewahren." Das signalisiert, dass die Kanzlei selbst versteht, wie digitale Systeme funktionieren. "Wir befassen uns mit aktuellen Themen, welche bei unseren Lehrtätigkeiten an renommierten Hochschulen begegnen." Das bedeutet: Nicht isoliert in der Praxis, sondern an der Weiterentwicklung des Fachgebiets beteiligt. "Wir verknüpfen uns aktiv mit Partner aus diversen Branchen, um Ihnen eine gesamtheitliche Beratung aus einer Hand anbieten zu können." Ein Netzwerk-Ansatz statt Einzelleistungen.

Die Belege von der Seite

Die Website nennt unter den Produkten konkrete Dienstleistungen mit den genauen Worten: Unter "KI Governance" heißt es "Wir beraten Sie in allen rechtlichen Belangen rund um das Thema KI und helfen Ihnen ein standfestes KI-Management-System aufzubauen." Das ist ein aktiver Satz: nicht nur Rechtsfragen beantworten, sondern ein System aufbauen helfen. "Incident Beratung" wird beschrieben als "Erste Anlaufstelle für Datenschutz- und Informationssicherheitsvorfälle" sowie "Entwicklung und Bearbeitung von Incident Response Prozessen." Das bedeutet, dass die Kanzlei nicht nur bei geplanten Projekten hilft, sondern auch when Notfälle eintreten. "Blockchain und Distributed Ledger Technologie", "Neue Technologie rechtlich korrekt und fassbar verstehen." "Vertragsmanagement", "Haben Sie den Überblick über geschuldete Leistungen?", spricht Unternehmen an, die ihre eigenen Verträge besser strukturieren möchten. "Datenschutz", "Sind Sie interessiert an einer Datenschutz-Zertifizierung? Wir haben die Tools dafür!" zeigt, dass die Kanzlei auch formale Zertifizierungsprozesse begleitet.

Die Website listet mehrere Webinare und Publikationen auf. Im Newsbereich werden aktuelle Themen behandelt: "Digitale Resilienz und Souveränität", "Digitale Souveränität: M365 und Souveränität in der Schweiz", "Kameraüberwachung mit KI im Zürcher Unispital: Datenschutzrechtliche Einordnung" und "Haftung für Entwickler und Nutzer für Legal AI". Unter "Wissenstransfer/Publikationen" werden mehrere Beiträge verzeichnet: "Datenschutz mal anders", "Justitia 4.0", "Daten und kryptobasierte Vermögenswerte", "Cloud Act", "Verantwortung Verwaltungsrat Datenschutz" und "Data Governance". Das zeigt nicht nur Spezialisierung, sondern auch, dass die Kanzlei ihre Erkenntnisse öffentlich macht.

Die Website bewirbt Weiterbildungskurse an: "Blockchain", "Chief Digital Officer", "Governance, Risk and Compliance", "Verwaltungsrat", "IT Management & Agile Transformation", "Cloud and Plattform Manager" und "DPO". Das zeigt deutlich, dass die Kanzlei nicht nur Mandanten berät, sondern auch trainiert und Wissen vermittelt, ein Model, das vielen Spezial-Boutiques eigen ist. Die Website erwähnt "Lehrtätigkeiten an renommierten Hochschulen", ohne die Hochschulen oder die dozierenden Personen namentlich zu nennen.

Der Firmensitz wird angegeben als "Die Advokatur Sury AG, Alpenquai 4, CH-6005 Luzern, Schweiz". Die Website wird angeboten in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, was eine mehrsprachige Reichweite andeuten könnte, wird aber nicht ausdrücklich bestätigt. Kontaktangaben sind vorhanden: "+41 41 227 58 58" und "info@dieadvokatur.ch".

Was die Website offenlässt

Die Website veröffentlicht keine Stundensätze, Pauschalhonorare oder andere Gebührenmodelle. Ein Unternehmen kann nicht sehen, wie teuer eine KI-Governance-Beratung oder eine Incident-Beratung kostet.

Die Website nennt ein "Kostenloses 10 minütiges Erstgespräch", gibt aber keine Details über die genauen Bedingungen, wie man diesen Termin bucht oder welchen Zweck dieses Gespräch verfolgt.

Die genaue Anzahl der Anwälte und der gesamte Teamaufbau werden nicht genannt. Nur zwei Personen werden namentlich erwähnt (Ursula Sury und Luca Müller), ohne Angabe, ob es weitere Anwälte oder Assistenten gibt.

Das Gründungsjahr der Kanzlei wird nicht angegeben. Ebenso wird nicht erwähnt, seit wann die Advokatur.ch in ihren Spezialbereichen tätig ist.

Es gibt keine Fallstudien oder Referenzprojekte. Ein potenzieller Mandant kann nicht sehen, mit welchen konkreten KI-Projekten die Kanzlei gearbeitet hat, welche Industrien sie beraten hat oder welche Erfolge sie vorweisen kann.

Ob die Kanzlei fachanwaltliche Titel oder Akkreditierungen in ihren Spezialgebieten führt, wird nicht mitgeteilt. Die Website spricht von "Spezialisierung" und "Lehrtätigkeiten an renommierten Hochschulen", aber es werden keine formalen Fachanwaltstitel angegeben.

Für wen die Kanzlei passt und für wen nicht

Diese Kanzlei passt für Unternehmen, die konkrete KI-Governance-Fragen haben und einen praktischen, businessnahen Zugang zum Datenschutzrecht suchen. Sie eignet sich gut für Organisationen, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren und dabei rechtliche Absicherung brauchen. Das Angebot an Weiterbildungskursen macht sie attraktiv für Verwaltungsräte oder Compliance-Verantwortliche, die sich fortbilden und ihr Verständnis von KI-Risiken vertiefen möchten.

Sie passt weniger gut für Unternehmen, die transparente, publizierte Stundensätze oder Pauschalhonorar erwarten. Wer dringend kostengünstige Rechtsberatung sucht, wird bei einer spezialisierten Boutique-Kanzlei nicht das niedrigste Preisniveau finden. Und wer Literationsarbeit oder klassische Vertragsberatung außerhalb von IT und KI braucht, ist woanders besser aufgehoben. Die Ausrichtung auf KI und Digitalisierung bedeutet auch, dass für traditionelle Rechtsfragen außerhalb ihres Kernbereichs möglicherweise andere Kanzleien die erste Wahl sind.

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