Green Avocats

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Wer Green Avocats ist

Green Avocats ist eine Kanzlei mit Schwerpunkt auf Familienrecht und Haftpflichtrecht, ansässig in Genf und Nyon. Die Etude beschäftigt sich mit den komplexesten Fällen aus dem Ehe- und Scheidungsrecht, mit Kindschaftsfragen und mit der Schadensersatzpraxis nach Unfällen. Die Kanzlei arbeitet vor Gericht in Genf, Nyon und Lausanne und deckt damit ein grösseres Gebiet ab als nur ihre eigenen Kantone. Sie positioniert sich nicht als Generalisten, sondern als Spezialistkanzlei mit erklärbarem Schwerpunkt auf Familie und Haftung.

Für welche Fälle man Green Avocats beizieht

Green Avocats eignet sich vor allem für Menschen in einer Scheidung oder anderer Familienauflösung. Die Website betont mehrmals "une approche personnalisée" (eine persönliche, auf den Klienten ausgerichtete Herangehensweise) und "une disponibilité constante" (konstante Verfügbarkeit). Das könnte leere Werbesprache sein, aber die Kanzlei konkretisiert es: Sie garantiert "une écoute active" (aktives Zuhören), verspricht, dass jeder Fall "avec soin et individualisation" (mit Aufmerksamkeit und Individualisierung) behandelt wird, und betont "un suivi rigoureux à chaque étape de la procédure" (eine rigorose Verfolgung in jedem Schritt).

Diese Betonung auf Prozessbegleitung deutet darauf hin, dass die Kanzlei nicht nur einen ersten Rechtsrat gibt, sondern aktiv im Verfahren an der Seite des Mandanten mitgeht. Das ist besonders für Menschen relevant, die sich von Scheidung überfordert fühlen und jemanden brauchen, der die Verfahrensschritte erklärt und die Psychologie des Konflikts versteht.

Besonders für kompliziertere Familienangelegenheiten könnte man hier eine gute Anlaufstelle finden. Die Website nennt ausdrücklich "liquidations de régimes matrimoniaux" (Güterauseinandersetzung), "questions de droit international privé" und "droits de l'enfant" als Spezialgebiete. Das bedeutet: Wenn eine Ehescheidung international verfärbt ist, wenn Assets in mehreren Ländern liegen, wenn Sorgerecht über Grenzen hinweg umstritten ist, hat diese Kanzlei entsprechende Erfahrung. Das ist ein kritischer Punkt, denn internationale Familienverfahren erfordern Kenntnisse über mehrere Rechtssysteme gleichzeitig und strategisches Denken über Jurisdiktionsfragen.

Das Haftpflichtrecht ist die zweite grosse Säule. Wer nach einem Unfall beschädigt wurde und Schadensersatz fordern muss, findet hier Fachleute. Die Website erwähnt explizit "Victime d'accident, quelle démarche pour être indemnisé?" und verspricht, dass die Anwälte "les compétences les plus pointues" haben, um "discuter, négocier et défendre vos intérêts" zu wahren. Diese Fokussierung auf Unfallopfer ist ein klares Signal: Die Kanzlei sieht Opfer als ihre Mandanten, nicht als Nebenfall.

Die Kanzlei erwähnt auch "Eheschutz" und Themen wie "concubinage ou mariage" (Zusammenleben vs. Ehe). Das bedeutet, dass auch Pre-Separation-Beratungen angeboten werden: Wer sollte heiraten und wer nicht? Welche Konsequenzen hat das für Steuern und Vermögen? Diese Vorab-Beratungen sind oft Kostentreiber und erfordern spezialisierte Kenntnisse über das Schweizer Zivilrecht.

Wer dort arbeitet und wie es funktioniert

Me Vanessa Green ist als "spécialiste FSA droit de la famille" (Fachanwaltin FSA Familienrecht) ausgewiesen. Das ist nicht eine blosse Navigationskategorie auf der Website, sondern ein anerkannter Fachanwaltstitel der Schweizer Anwaltskammer SAV. Sie wird als fähig beschrieben, "affaires complexes" (komplexe Angelegenheiten) zu bearbeiten, speziell "liquidations de régimes matrimoniaux" und "questions de droit international privé ou des droits de l'enfant". Das ist konkrete Expertise, nicht Allgemeines.

Das Team wächst dem Webseiten-Update nach: "Notre équipe s'agrandit" und es kommen "Deux nouveaux avocats pour de nouvelles compétences". Neben Green sind Carolina Bachinger und Lena Hostettler genannt, deren Profile mit beruflichem Werdegang beschrieben werden. Eine der Anwältinnen hat etwa gegreffiert in der Penalapres bei Gericht und danach im Bevölkerungsamt gearbeitet. Diese Namensnennung deutet an, dass die Kanzlei nicht eine Ein-Person-Kanzlei ist, sondern ein Team mit Spezialisierungen.

Die Kanzlei hat zwei Büros. In Genf ist sie in der Rue Ferdinand-Hodler 9, CH-1207 Genève, erreichbar unter +41 22 566 82 22. Das Büro in Nyon ist in der Rte de Saint-Cergue 33, CH-1260 Nyon, unter +41 22 566 99 70. Beide Telefonnummern sind Arbeitseingänge.

Für ein Mandat kann man per Mail oder Telefon kontaktieren. Die Website hat ein Kontaktformular, das nach dem Rechtsgebiet fragt ("Droit de la famille", "Droit pénal", "Responsabilité civile", "Autre"), und bietet die Optionen "Prenez rendez-vous" (Termin vereinbaren) und "Nous contacter" (Kontakt). Es gibt keine expliziten Wartezeiten oder Zugangsbarrieren angegeben.

Sprachen sind nicht explizit erwähnt. Angesichts der Lage in der französischen Schweiz ist davon auszugehen, dass Französisch die Arbeitsprache ist. Ein klinischer Hinweis: Die Profile der Anwältinnen benennen Universitäten in Genf und andere Ausbildungsplätze im französischsprachigen Gebiet. Ein deutschsprachiger Mandant sollte davon ausgehen, dass Deutsch nicht Standard ist.

Was die Webseite offenlässt

Green Avocats veröffentlicht keine Stundensätze oder Honorarspannen. Das ist bei Schweizer Kanzleien die Regel, aber gerade wer sich mit Scheidung oder Unfallfolgen befasst, möchte wissen, in welcher Größenordnung die Kosten liegen. Das müsste im persönlichen Erstgespräch geklärt werden. Es gibt keine Preis-Info auf der Website.

Die Website deutet auch nicht an, in welcher Form ein Mandat ablaufen würde: Retainer, Stundensätze nach Aufwand, eine Pauschalgebühr oder ein sogenanntes "success fee" bei Haftpflichtfällen. Das bleibt vollständig offen und ist eine normale Situation in der Schweiz, aber es bedeutet, dass man ohne Gespräch nicht weiss, wie man bezahlt.

Die Website veröffentlicht keine detaillierten Büroöffnungszeiten. Man kann die Kanzlei über das Kontaktformular oder die Telefonnummern erreichen, aber die genauen Zeiten, wann das Büro besetzt ist, sind nicht angegeben.

Ein weiterer Punkt: Die Kanzlei nennt allgemein mehrere Rechtsgebiete (Strafrecht, Verwaltungsrecht, Privatrecht), lässt aber offen, wie viel tatsächliche Praxis darin steckt. Ein Scheidungsfall mit strafrechtlichem Aspekt, etwa häusliche Gewalt, könnte bedeuten, dass man intern weitergeleitet wird, oder dass ein spezialisierter Strafverteidiger empfohlen wird. Das ist nicht klar.

Die genaue Grösse des Teams ist nicht beziffert. Die Website nennt einzelne Namen und Profile, aber die Gesamtzahl der angestellten Anwältinnen und Anwälte ist nicht transparent.

Für wen Green Avocats passt und für wen nicht

Die Kanzlei passt für Menschen in der Region Genf und Waadt, die einen komplexen Familienfall haben, besonders wenn internationale Elemente dazukommen oder Güter zu regeln sind. Die Betonung auf persönliche Verfügbarkeit und sorgsame Betreuung deutet an, dass sie weder Massenabwicklung noch schnelle Standardlösungen anstrebt.

Sie passt auch für jemanden, der nach einem Unfall Schadensersatz fordert und einen proaktiven Vertreter braucht, der verhandelt und notfalls vor Gericht geht. Die Betonung auf "diskutieren, verhandeln und Ihre Interessen verteidigen" deutet darauf hin, dass die Kanzlei diese Fälle nicht einfach abwickelt, sondern aktiv daran arbeitet, die beste Entschädigung zu erreichen.

Sie passt nicht für jemanden, der ein einfaches digitales Scheidungsformular braucht oder mit minimalem Kostenrahmen arbeitet. Sie ist keine Budget-Kanzlei.

Sie passt auch nicht optimal, wenn man in der deutschsprachigen Schweiz sitzt und eine deutschsprachige Kanzlei benötigt. Green Avocats arbeitet über Kantonsgrenze, aber ihr Sitz und ihre Website sind französisch. Ein deutschsprachiger Mandant sollte vor dem Kontakt klären, ob Deutsch in der Kommunikation möglich ist.

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