KSPartner
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Was die Kanzlei ist
KSPartner ist eine Anwaltskanzlei in Zürich, die sich ausschliesslich auf Versicherungsfragen spezialisiert hat. Die Website präsentiert sie unter dem Slogans: "Ihre Anwaltskanzlei in Versicherungsfragen", keine andere Ausrichtung, keine Nebentätigkeiten. Sie sitzt auf der Ulrichstrasse 14 in Zürich (8032 Zürich). Die Kanzlei hat ein Team von sieben namentlich genannten Anwälten: Susanne Friedauer, Markus Steudler, Kaspar Gehring, Ueli Kieser, Angela Widmer-Fäh, Susanne von Aesch, Jürg Senn. Die Tatsache, dass alle Namen genannt sind, zeigt einen Qualitäts-Signal: Diese Kanzlei versteckt sich nicht hinter anonym genannten Partnern.
Wofür man sie beizieht
Das Kerngeschäft sind Versicherungsfragen. Die Website nennt die Tätigkeitsbereiche in dieser Hierarchie: Haftpflichtrecht, Invalidenversicherung, Krankentaggeld, Unfallversicherung. Zusätzlich sind erwähnt: Privatversicherungsrecht, Recht der beruflichen Vorsorge und Gesundheitsrecht.
Das ist eine Kanzlei für Menschen, die mit einer Versicherung im Streit liegen oder eine Leistung nicht erhalten haben. Ein Unfallopfer kann hier klären, ob die Versicherung zahlen muss. Ein Invaliditätsfall kann hier vor Gericht vertreten werden. Ein Streit um Krankentaggeld oder über die berufliche Vorsorge wird bearbeitet.
Die Website bietet eine "HOTLINE" an: "Unsere HOTLINE steht Ihnen unter der Telefonnummer 044 388 57 77 für einfache kostenlose Auskünfte am Montag zwischen 16:30 und 17:30 zur Verfügung." Das ist ein Angebot für schnelle Fragen ohne Termin. Ein Betroffener, der nach einem Unfall oder einer Versicherungsablehnung schnell eine grundsätzliche Auskunft braucht, kann hier anrufen, ohne sofort ein teures Mandat zu beginnen. Das zeigt eine praxisnahe Ausrichtung: nicht alle Fragen brauchen einen Termin im Büro.
Die Fachanwälte und ihre Spezialisierungen
Die Website nennt am 8. Mai 2026: "Zwei neue Fachanwältinnen SAV Haftpflicht- und Versicherungsrecht". Das bedeutet, dass mindestens zwei der sieben genannten Anwälte (vermutlich Angela Widmer-Fäh und Susanne von Aesch) diese Qualifikation neu erhalten haben. Der Fachanwaltstitel SAV ist formal anerkannt und setzt spezialisierte Fallbearbeitung und Weiterbildung voraus. Das ist ein Zeichen, dass die Kanzlei ihre Qualifikation kontinuierlich ausbaut und ihre Anwälte zur Spezialisierung ermutigt, nicht sich mit Breite zufriedenstellt. Eine Fachanwaltsqualifikation ist kein Hobby, sondern ein Nachweis, dass ein Anwalt sich spezialisiert hat und den Standard der Zulassungsbehörden erfüllt.
Die Website zeigt auch, dass einzelne Anwälte fachlich publik tätig sind. Kaspar Gehring hat Artikel zu "Leistungspflicht der Unfallversicherung bei Unfällen am Berg" veröffentlicht (Fachzeitschrift HAVE, Ausgabe 03/2024). Dies deutet auf spezialisierte Expertise in Berg- und Skirecht hin, ein Gebiet, das nur wenige Kanzleien mit Tiefgang behandeln und wo Nischenfragen entstehen (Wann zahlt die Unfallversicherung bei freizeitlichen Aktivitäten?). Ein anderer Artikel von Gehring behandelt "Psychiatrische Grundpflege durch Angehörige" (AJP, Ausgabe 08/2024), was zeigt, dass auch gesellschaftlich relevante Fragen zur Versicherung von Pflegeleistungen hier geklärt werden.
Die sieben Anwälte ermöglichen es, dass verschiedene Versicherungsbereiche nicht von einer Person allein bearbeitet werden, sondern dass spezialisierte Anwälte für Unfallversicherung, Invalidenversicherung und Krankentaggeld existieren, die jeweils ihre eigene Fokusarbeit leisten können.
Die Tätigkeitsbereiche im Detail
Im Haftpflichtrecht arbeitet die Kanzlei mit Geschädigten. In Invalidenversicherung (IV) werden Rentenanträge und Ablehnungen bearbeitet. Im Krankentaggeld werden Leistungsstopps und Einstellungen bearbeitet. In der Unfallversicherung (LAA) werden Ansprüche durchgesetzt.
Die Website zeigt auch ein FAQ mit aktuellen Fragen. Ein Beispiel von 2026 behandelt die "Übergangsfrist in der Krankentaggeldversicherung", ein praktisches Problem, das viele Versicherte betrifft. Das FAQ zeigt, dass die Kanzlei auf ihre Website Antworten stellt zu wiederkehrenden Fragen, nicht nur allgemeine Serviceinformationen. Das bedeutet, dass Mandanten vor einem Termin schon erste Antworten finden können und dass die Kanzlei die häufigen Fragen ihrer Praxis dokumentiert.
Selbstständige Recherche vor dem ersten Kontakt
Die Website bietet neben der Hotline eine Suchfunktion für rechtliche Fragen an: "Finden Sie Ihre Antwort auf rechtliche Fragen. Geben Sie hier Stichworte/eine Frage ein." Ein Betroffener kann also, bevor er anruft, selbst nach Stichworten suchen und prüfen, ob die Kanzlei zu seinem Thema bereits etwas veröffentlicht hat. Das FAQ zur "Übergangsfrist in der Krankentaggeldversicherung" zeigt, wie diese Antworten angelegt sind: "Viele Leute verfügen über eine Krankentaggeldversicherung. Sinn und Zweck dieser Versicherung ist es, die Unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu…" Der Text bricht auf der Startseite genau an dieser Stelle ab. Das zeigt, dass es sich um einen Teaser handelt, der auf einen längeren Artikel verweist, dessen vollständigen Inhalt die erfasste Seite nicht zeigt. Für Interessierte bedeutet das: Eine erste Orientierung ist möglich, eine abschliessende Antwort auf die eigene Situation liefert aber erst das Gespräch mit der Kanzlei.
Neben der allgemeinen Themenübersicht führt die Website zudem eine eigene Seite "Unfall – was tun?", getrennt von den übrigen Tätigkeitsbereichen. Das deutet darauf hin, dass sich die Kanzlei gezielt an Menschen richtet, die unmittelbar nach einem Unfall stehen und noch nicht wissen, was als Erstes zu tun ist, bevor überhaupt die Frage eines Mandats zur Sprache kommt. Zusammen mit der kostenlosen Montags-Hotline ergibt sich ein zweistufiges Angebot: eine niederschwellige erste Orientierung über Suchfunktion, FAQ und Themenseite, und erst danach, bei Bedarf, der direkte Kontakt per Telefon oder Schreiben.
Erreichbarkeit und Kontakt
Die Kanzlei ist unter der Telefonnummer 044 388 57 57 erreichbar. Die Website erwähnt, dass sie für schriftliche Kontaktaufnahme verfügbar ist, aber eine E-Mail-Adresse oder Online-Formulare sind nicht aufgeführt. Das bedeutet, dass ein Interessent entweder anrufen oder, wie die Website sagt, "schriftlich" Kontakt aufnehmen kann, möglicherweise per Brief an die Adresse Ulrichstrasse 14.
Was die Website offenlässt
Die Website nennt keine Stundensätze oder Gebührenmodelle. Es ist nicht angegeben, wie lange ein Mandatsverhältnis üblicherweise dauert. Keine Erfolgsquoten oder Fallzahlen pro Versicherungsart sind angegeben. Die Gründungsgeschichte wird nicht erzählt, und es ist nicht bekannt, seit wann die Kanzlei besteht. Ein Interessent muss anrufen, um zu erfahren, wie die Kanzlei abrechnet.
Die Spezialisierungen innerhalb der sieben Anwälte sind nicht aufgeschlüsselt. Es ist also nicht klar, wer sich auf welche Versicherungsart spezialisiert hat. Ein Mandant könnte nicht vorhersehen, wer sein Anliegen bearbeiten wird, sondern erhält einen Anwalt nach Verfügbarkeit.
Für wen sie passt
Diese Kanzlei ist für jeden geeignet, der ein Versicherungsproblem hat und nicht wissen möchte, ob er bei einer Generalistin oder einem Spezialisten sitzt. Ein Unfallopfer, dessen Versicherung nicht zahlen will, findet hier Vertreter auf der Geschädigtenseite. Wer einen Invaliditätsantrag eingereicht hat und abgelehnt wurde, kann hier ankämpfen. Wer in Krankentaggeld oder beruflicher Vorsorge einen Streit hat, wird hier beraten. Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber ihn schlecht versichert hat und nun Leistungen fehlen, kann hier klären, welche Optionen bestehen.
Die Hotline am Montag (16:30-17:30, kostenlos) ist auch für Mandanten geeignet, die zunächst informelle Fragen haben, ohne gleich einen teuren Anwalt zu bezahlen. Ein schneller Rat ist möglich, ohne Termin und ohne Kosten.
Die Kanzlei ist reine Versicherungsspezialistin. Wer auch andere Rechtsfragen hat (Familienrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht), muss sich woanders umsehen. Aber für Versicherungsfragen in Zürich und der Ostschweiz ist dies eine etablierte Adresse mit mehreren Fachanwälten und kontinuierlicher Spezialisierung. Der regelmässige Ausbau von Fachanwaltstitel und die Publikationstätigkeit deuten darauf hin, dass die Kanzlei sich aktiv auf dem neuesten Stand der Versicherungsrechtsprechung hält.