Etude Costa

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Wer sie ist und die Spezialisierung

Maître Marie-Josée Costa leitet die Etude Costa in Genf und präsentiert sich als "avocate spécialiste en assurances sociales, assurances privées et responsabilité civile", Rechtsanwältin spezialisiert auf Sozialversicherungen, private Versicherungen und Haftpflichtrecht. Sie trägt einen Bundesfachbrief (brevet fédéral de spécialistes en assurances sociales), erworben 2011 mit der besten Durchschnittsnote der französischsprachigen Schweiz. Das ist eine externe Zertifizierung, nicht nur ein Marketingclaim. Die Etude Costa wird auf der Website als "spécialisée à taille humaine" beschrieben, spezialisiert auf Menschengrösse. Das ist eine bewusste Positionierung für eine kleine, nicht eine grosse Kanzlei. Costa arbeitet als Solokanzlei, keine weiteren Anwältinnen sind erwähnt.

Die Kanzlei präsentiert sich als Einheit mit persönlichem Zugang: "Gestion intégrale des mandats" (vollständige Mandatsbetreuung), "Ecoute et disponibilité" (Zuhören und Verfügbarkeit), "Relation de confiance" (Vertrauensbeziehung). Das sind nicht generische Floskeln, sondern die explizite Betriebsphilosophie.

Das Kostenmodell: CHF 80 Erstberatung

Was die Website massiv hervorstellt, ist das Kostenmodell. Die erste Beratung kostet CHF 80, zahlbar in bar ("cash"). Das ist extrem ungewöhnlich für eine Schweizer Anwaltskanzlei, wo Anwälte typischerweise mit höheren Stundensätzen arbeiten. Costa sagt explizit: "Elle propose une 1ère consultation au prix forfaitaire de CHF 80.- (cash) afin d'évaluer votre situation et vous conseiller."

Das ist nicht ein Marketing-Trick, sondern ein echtes Signal. Es bedeutet, dass Sie für CHF 80 eine echte Evaluierung Ihrer Situation von einer zertifizierten Spezialistin bekommen, ohne dass Sie verpflichtet sind, ein Mandat zu erteilen. Das ist eine sehr niedrige Eintrittsbarriere für Privatpersonen, die nicht wissen, ob sie einen Anwalt brauchen, oder die mit kleinerem Budget arbeiten.

Die Website wiederholt diese Information dreimal (bei Sozialversicherungen, privaten Versicherungen, Haftpflicht), was zeigt, dass es nicht ein Spezialangebot ist, sondern das Standard-Modell für alle drei Gebiete. Das ist auch ein Hinweis auf die Zielgruppe: Privatpersonen mit Versicherungs-Problemen, nicht Konzerne oder Vermögende.

Karriere: System-Erfahrung

Costas berufliche Geschichte zeigt tiefe Spezialisierung im Feld:

  • Juristin für Litigation bei der Office cantonal des assurances sociales (2007 to 2012, 5 Jahre)
  • Juristin beim Tribunal de première instance (2012 to 2013)
  • Mitarbeiterin in einer spezialisierten Kanzlei für Versicherungsrecht (2014 to 2015)
  • Gründung von MDC Avocats im Juni 2015 (spezialisiert auf Versicherungsrecht und Haftpflicht)
  • Gründung von Etude Costa im April 2020 (spezialisiert auf Sozialversicherungen, private Versicherungen, Haftpflicht)
  • Seit März 2021: Lehrerin für die Association vaudoise d'employés en assurances sociales
  • Seit Oktober 2023: Richterin auf Zeit beim Tribunal de première instance (Cour de Justice) der Republik und des Kantons Genf

Das ist ein Lebenslauf, der Kontinuität zeigt. Sie ist nicht nur Anwältin, sondern unterrichtet auch im Feld und sitzt im Gericht. Das gibt Glaubwürdigkeit. Die Tätigkeit im Amt für Sozialversicherungen von 2007 to 2012 zeigt, dass sie das System von innen kennt, wie die Behörden arbeiten.

Die drei Rechtsgebiete

Sozialversicherungsrecht: Das Kerngebiet. Die Website listet das ganze Spektrum auf: Invalidenversicherung (Assurance invalidité), Krankenversicherung (Assurance maladie), Ergänzungsleistungen, Militärversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, Berufliche Vorsorge (2. Säule), Altersversicherung, Sozialhilfe, Familienzulagen. Das ist das komplette Schweizer Sozialversicherungssystem.

Costa beschreibt ihre Leistungen konkret: Sie verwaltet Rechtsstreitigkeiten mit Versicherungen, begleitet und berät vor einer Versicherungsentscheidung, hilft bei der Wahl von Experten und der Dokumentenbeschaffung, gibt punktuelle Beratung je nach Fortschritt, und vertritt vor kantonalen und eidgenössischen Tribunalen. Typisch wäre jemand, dessen Invalidenversicherung einen Antrag abgelehnt hat.

Private Versicherungen: Ergänzungsversicherungen für Krankheit und Unfall, Ertragsausfallversicherung. Das ist eine natürliche Erweiterung, weil viele Menschen beide Versicherungsarten haben.

Haftpflichtrecht (Responsabilité civile): Verkehrsunfälle, Schäden aus Strafverletzung, Arbeitsunfälle. Sie berechnet Schadensersatz, führt Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung und vertritt vor Gerichten.

Sprache und Erreichbarkeit

Costa arbeitet auf Französisch und Spanisch. Sie versteht auch Italienisch und Portugiesisch ("compréhension orale"). Das ist für die Romandie relevant, aber auch für Italiener und Portugiesen mit Wohnort in der Schweiz. Sprachbarrieren sind somit kein Hindernis für Laienmandanten aus mehreren Ländern.

Die Kanzlei sitzt auf der Rue De-Candolle 34 in Genf (Postleitzahl 1205). Telefon: 022 566 58 99. Fax: 022 566 58 91. E-Mail: costa@mjcosta.ch. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 9:30 bis 12:00 und 14:30 bis 17:00 (in einer anderen Stelle der Seite auch 9:30 bis 17:00 genannt). Der erste Kontakt läuft per Telefon oder E-Mail, um einen Termin für die Erstberatung zu vereinbaren.

Die Website nennt auch Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Tram 12, 18, 15, 17: Haltestelle Plainpalais, Bus 1: Haltestelle Philosophes, Parking Plainpalais).

Mandats-Modelle

Die Website sagt explizit, dass Costa "mandats individuels" (Einzelmandante), "mandats des assurances de protection juridique" (Rechtsschutzversicherungs-Mandate) und "mandats de l'assistance juridique (quand l'état prend en charge les frais)" (Rechtshilfe-Mandate mit Staats-Unterstützung) akzeptiert. Das heisst, sie arbeitet mit Privatpersonen, mit Versicherungen und auch mit Staats-Unterstützung. Das ist wichtig für Menschen mit kleinerem Budget.

Was die Website nicht offenlegt

Jenseits der CHF 80 Erstberatung werden keine Kosten genannt. Die Website sagt nicht, was komplexere Mandate kosten oder wie diese berechnet werden (Stundensätze, Pauschalgebühren, Erfolgsgebühren). Die Tatsache, dass ein niedriges Kostenmodell für die erste Beratung gesetzt ist, suggeriert eine allgemein preisbewusste Orientierung, aber Vollständigkeit fehlt. Das ist kein Nachteil, es bedeutet nur, dass Kosten im Gespräch geklärt werden müssen.

Es gibt keine Fallbeispiele, keine Erfolgsbilanz und keine Publikationen. Es wird nicht differenziert, wie häufig Costa Einzelmandante gegen Versicherungen vertritt versus Versicherungen selbst.

Für wen diese Kanzlei passt

Etude Costa passt für Privatpersonen in Genf oder der französischsprachigen Schweiz, die ein Problem mit einer Versicherung (Sozialversicherung oder Haftpflicht) haben und eine niedrige Eintrittsbarriere brauchen. Die CHF 80 Erstberatung bedeutet, dass Sie ein echtes Gespräch mit einer zertifizierten Spezialistin führen können, ohne viel Geld zu riskieren, bevor Sie sich entscheiden.

Sie passt besonders für Personen mit kleinerem Budget oder Armenrecht, weil das Kostenmodell das signalisiert. Sie passt auch für Französisch-sprechende Migranten und Migrantinnen mit Versicherungs-Fragen.

Sie passt nicht für Geschäftsrecht, nicht für internationale Transaktionen, und nicht für Nicht-Französisch-Sprachige (es sei denn, Sie sprechen Spanisch). Sie passt auch nicht für Mandanten, die ein grosses Büro-Team hinter sich haben wollen.

Fazit

Etude Costa ist eine kleine spezialisierte Kanzlei in Genf geleitet von einer zertifizierten Spezialistin mit bundesweit anerkanntem Fachbrief und mit Lehrtätigkeit und Richter-Rolle. Das niedrige Kostenmodell für die erste Beratung (CHF 80 bar) ist das Leit-Signal: diese Kanzlei zielt auf erreichbare Rechtshilfe für Privatpersonen, nicht auf Konzerne. Wer Sozialversicherungs- oder Haftpflicht-Fragen hat und in der Romandie wohnt, findet hier eine Spezialistin mit persönlichem Zugang und preisgünstiger Einstiegstür. Die lange Karriere im Versicherungsrecht macht Costa zu einer zuverlässigen Partnerin für Laienmandanten.

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