Strickler+Partner Rechtsanwälte

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Was die Kanzlei ist

Strickler+Partner Rechtsanwälte ist eine etablierte, wirtschaftsorientierte Allgemeinkanzlei mit Sitz in Arbon, Thurgau. Die Kanzlei blickt auf eine über 60-jährige Unternehmensgeschichte zurück und gehört heute zu den bewährten Anwaltskanzleien im Kanton Thurgau. Sie berät Unternehmen, öffentlich-rechtliche Institutionen und Privatpersonen, wobei der klare Schwerpunkt auf wirtschaftlichen und kommerziellen Mandaten liegt. Die Website nennt die Kanzlei "renommiert" und unterstreicht damit ihren Ruf als etablierte, verlässliche Partnerin in der Nordostschweiz für unternehmerische Rechtsfragen.

Die Kanzlei wurde 1961 von Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Gallusser gegründet. Im Jahr 1984 trat Rechtsanwalt Dr. oec. HSG Hanspeter Strickler als Mitinhaber ein und prägt seitdem die Ausrichtung der Kanzlei. 2002 wurde die Struktur erweitert, als Rechtsanwalt lic. iur. Michael Alde als Partner aufgenommen wurde und die Kanzlei ihren heutigen Namen erhielt. 2005 folgte Rechtsanwalt lic. iur. Niels Möller als vierter Partner mit zusätzlicher MBA-Ausbildung. Durch diese Kontinuität und kontinuierliche Erneuerung hat sich die Kanzlei als Instanz für Unternehmensrecht etabliert.

Wofür man sie beizieht

Unternehmer, Geschäftsführer und Institutionen kommen zur Kanzlei mit klassischen wirtschaftsrechtlichen Fragen. Die Website nennt als Tätigkeitsschwerpunkte Gesellschaftsrecht und Nachfolgeregelungen, was für Unternehmensverkäufe, Fusionen und generationenübergreifende Übergaben relevant ist. Auch Kauf- und Werkvertragsrecht sowie Auftragsrecht sind zentrale Mandate. Unternehmen brauchen die Kanzlei, wenn es um die Struktur von Verträgen geht, um die Regelung von Lieferbeziehungen oder um die Abwicklung von Dienstleistungsvereinbarungen.

Für Privatpersonen sind Erbrecht und bäuerliches Boden- und Pachtrecht Spezialbereiche. Das bäuerliche Recht ist bemerkenswert, weil es die lokale Verankerung der Kanzlei in einer noch ländlich geprägten Region zeigt. Die Kanzlei bietet umfassende Rechtsberatung bei rechtlichen Erkundigungen, klärt komplexe Rechtsfragen, unterstützt bei Behördenkontakten und hilft beim Schriftenverkehr mit Verwaltung oder Privaten. Bei einer sich abzeichnenden Rechtsstreitigkeit beurteilt die Kanzlei "sorgfältig die Risiken und Chancen einer Prozessführung" und berücksichtigt vor allem "die Bedürfnisse der Mandanten und den möglichen Nutzen eines Gerichtsverfahrens." Das deutet darauf hin, dass die Kanzlei rational abwägt und nicht jeden Konflikt zu einem Gerichtsverfahren eskaliert.

Im Bereich Verträge arbeitet die Kanzlei an Arbeits-, Darlehens-, Dienstbarkeits-, Kauf-, Miet-, Werk- und Sicherungsverträgen, sowie an familien- und erbrechtlichen Vereinbarungen bis hin zu komplexen Kontrakten zur Unternehmensnachfolge. Das breite Spektrum deutet auf praktische Erfahrung in verschiedensten Vertragstypen hin.

Die Leistungen im Detail

Die Website beschreibt die Leistungen in fünf Kategorien: Beratung und Verträge sind die zwei Kernpfeiler. Bei Beratung geht es um Rechtsberatung bei Erkundigungen, Abklärung komplexer Rechtsfragen, Unterstützung bei Kontaktnahmen mit Behörden und Hilfestellung bei Schriftenverkehr. Bei einer sich abzeichnenden Rechtsstreitigkeit beurteilt die Kanzlei "sorgfältig die Risiken und Chancen einer Prozessführung". Das zeigt eine rationale Abwägung, nicht eine automatische Eskalation in Prozesse.

Beim Thema Verträge erarbeitet die Kanzlei "Verträge und Reglemente jeglicher Art, seien dies alltägliche Verträge wie Arbeits-, Darlehens-, Dienstbarkeits-, Kauf-, Miet-, Werk- oder Sicherungsverträge, familien- sowie erbrechtliche Vereinbarungen bis hin zu komplexen Kontrakten zur Unternehmensnachfolge". Das zeigt eine breite praktische Erfahrung in verschiedensten Vertragstypen.

Was die Website zeigt

Hanspeter Strickler, Jahrgang 1955 und Rechtsanwalt seit 1983, bringt ein wirtschaftsjuristisches Studium an der Universität St. Gallen mit. Seine berufliche Karriere zeigt starke Verflechtung mit der lokalen und regionalen Verwaltung: Er war Mitglied der Anklagekammer des Kantons Thurgau von 1988 bis 2005, Vizepräsident des Bezirksgerichtes Bischofszell von 1992 bis 2010, Bankrat der Thurgauer Kantonalbank und später Bankpräsident. Diese öffentlichen Funktionen bedeuten, dass der Partner auch Erfahrung mit behördlichen und regulatorischen Fragen hat. Er spricht Deutsch, Englisch und Französisch.

Michael Alde, Jahrgang 1969, studierte an der Universität Zürich und war zunächst im Rechtsdienst der kantonalen Steuerverwaltung tätig, später in einer größeren Zürcher Wirtschaftskanzlei. Seit 2002 ist er Partner. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind breiter: Scheidungs- und Eherecht, Strafrecht, Arbeitsrecht, Miet- und Pachtrecht, Kaufrecht, Werkvertragsrecht, Haftpflichtrecht, Gesellschaftsrecht, Erbrecht und Internationales Privatrecht. Diese Vielfalt bedeutet, dass er für Mandate mit verschiedenen Bezügen zuständig sein kann.

Niels Möller, Jahrgang 1971, hat neben dem rechtlichen Studium ein Executive MBA in Entrepreneurial Management an der Universität Liechtenstein absolviert. Er ist zudem Mediator SAV (zertifiziert durch den Schweizerischen Anwaltsverband). Seine Schwerpunkte sind Gesellschafts- und Firmenrecht, Vertragsrecht, Auftrags- und Werkvertragsrecht, Arbeitsrecht, Miet- und Pachtrecht sowie Nachfolgeplanung. Die Mediation ist ein wichtiges Signal: Sie zeigt, dass die Kanzlei nicht nur prozessual arbeitet, sondern auch außergerichtliche Lösungen anstrebt.

Alle drei Partner sind registriert im Thurgauer Anwaltsregister und Mitglieder des Schweizerischen Anwaltsverbandes. Alle drei sprechen Deutsch, Englisch und Französisch, was für Mandate mit internationalen Bezügen ein Vorteil ist.

Was die Website nicht offenbart

Die Kanzlei veröffentlicht keine Stundensätze und keine Angaben zu Kostenmodellen. Es ist nicht ersichtlich, ob es neben den drei genannten Partnern weitere Anwälte oder Anwältinnen in der Kanzlei gibt, etwa Juniorpartner oder Angestellte. Fachanwaltstitel werden nicht erwähnt, auch nicht, ob die Partner spezialisierte Zertifikationen besitzen. Die Website gibt keinen Überblick über typische oder aktuelle Mandate und Fallbeispiele, sie bewirbt sich nicht durch Referenzen oder durchgeführte Transaktionen.

Auch die Kommunikationswege sind nicht klar: Sind Termine per Videokonferenz möglich? Wie lange dauert ein typisches Mandat? Gibt es eine Erstberatung und ist diese kostenpflichtig? Die Website nennt zwar die Telefonummern der Partner, sagt aber nicht, wer für welche Fragen zuständig ist, obwohl die Schwerpunkte unterschiedlich sind.

Für wen sie passt und für wen nicht

Strickler+Partner ist die richtige Wahl für Unternehmer, Geschäftsführer und Institutionen in der Nordostschweiz (Thurgau, St. Gallen, Appenzell), die eine etablierte, wirtschaftsorientierte Kanzlei suchen. Sie passt besonders zu Mandanten in Wachstums- oder Übergabephasen, da Gesellschaftsrecht und Nachfolgeregelungen klar als Schwerpunkt erkennbar sind. Die Verbindungen der Partner zu lokalen Behörden und zur Justiz könnten ein Vorteil sein, wenn es um Mandate mit behördlichem Bezug geht.

Sie passt weniger gut zu Privatpersonen mit einfachen zivilrechtlichen Fragen, etwa einer Scheidung ohne Unternehmensaspekt. Auch Mandanten, die reine Online-Beratung und niedrige Pauschalpreise suchen, werden hier wahrscheinlich nicht bedient. Eine sehr große, internationale Transaktion könnte in einer spezialisierten Boutique-Kanzlei in Zürich oder Genf besser aufgehoben sein.

Die Kanzlei ist beispielsweise die richtige Ansprechpartnerin für einen Handwerksbetrieb in Thurgau, der sich vergrößern möchte und dabei rechtliche Guidance braucht. Sie ist auch gut für Familienbetriebe, die eine Nachfolgeregelung planen und wissen möchten, wie sie ihre Unternehmensstruktur optimal gestalten. Ein Unternehmer, der mit internationalen Fragen zu tun hat (etwa mit englischsprachigen Partnern), würde von den Sprachkenntnissen der Partner profitieren. Ein Landwirt, der seine Pachtverträge regeln möchte oder Boden kaufen will, findet hier lokale Expertise in diesem speziellen Bereich.

Nicht passt die Kanzlei zu sehr komplexen steuerrechtlichen Fragen ohne operativen Bezug, dafür gibt es spezialisierte Steuerkanzleien. Auch eine Privatperson mit reinem Scheidungsmandat, die keine unternehmensrechtlichen Aspekte hat, könnte sich eine kleinere, auf Familienrecht spezialisierte Kanzlei suchen. Eine international tätige Holding mit komplexen Strukturfragen würde wahrscheinlich eine größere, internationaler vernetzte Kanzlei erwarten.

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