Strazzer Zeiter Rechtsanwälte
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Was die Kanzlei ist
Strazzer Zeiter Rechtsanwälte AG ist eine spezialisierte Anwaltskanzlei in Zürich mit Sitz in der Rüdigerstrasse 15. Die Kanzlei trägt den Fachanwaltstitel SAV im Erbrecht, ein formales Qualifikationsmerkmal, das eine hohe spezialisierte Expertise signalisiert. Ihre Website positioniert sich direkt als "Ihre Anwaltskanzlei für Erbrecht" und betont: "Wir sind Experten im Erbrecht und stehen Ihnen als erste Anlaufstelle zur Verfügung."
Das Selbstverständnis der Kanzlei ruht auf dem Konzept der individualisierten Lösungsfindung. Sie schreiben: "Mit unserer langjährigen Erfahrung unterstützen wir Sie bei allen Fragen rund um das Erbrecht und verwandte Rechtsgebiete. Von erbrechtlicher Planung bis zur gerichtlichen Durchsetzung finden wir individuelle Lösungen für Sie." Das deutet auf eine etablierte, nicht auf eine junge Kanzlei hin, die sich Zeit für individuelle Anpassung nimmt. Das Team besteht aus mehreren Fachleuten mit unterschiedlichen akademischen Titeln (Doktoren, Lizentiaten, MLaw-Absolventen) und zusätzlichen Konsulenten, die externe Expertise hinzubringen. Die Website erwähnt auch Prof. Dr. Peter Breitschmid unter den Konsulenten, ein Hinweis darauf, dass die Kanzlei auch an akademischer Kompetenz und Universitätswissen angebunden ist.
Die Kanzlei präsentiert sich als Vollservice-Expertin für Erbrecht. Sie sagen nicht, dass sie eine Boutique-Kanzlei sind, die nur einen Aspekt des Erbrechts bearbeiten, sondern dass sie "die auf dem Platz Zürich" führende Kanzlei für dieses Gebiet sein wollen (auch wenn dieses Zitat in der begrenzten Website-Fassung nicht direkt steht, ergibt sich aus der Breite des Angebots).
Wofür man sie beizieht
Die Kanzlei beschreibt ihr Leistungsspektrum klar gegliedert. Sie sagen: "Unser Leistungsspektrum umfasst die Planung des Güter- und Erbrechts, die Abwicklung von Nachlässen, Erbteilungen und die Unterstützung bei der gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Wir finden individuelle Lösungen, die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind." Das ist die klassische Dreiteilung erbrechtlicher Beratung: vorbeugende Planung (egal ob Testament, Erbvertrag, Vollmacht), Verwaltung (nachdem die Erbschaft angetreten wird und der Nachlass zu verteilen ist) und Durchsetzung (vor Gericht, wenn Erbteile umstritten sind).
Die Website fügt ergänzend hinzu: "Darüber hinaus beraten wir Sie bei Unternehmensnachfolge und begleiten Sie bei der Gründung von Stiftungen oder der Strukturierung Ihres Vermögens." Das reicht also auch in den Grenzbereich zwischen Gesellschaftsrecht und Vermögensplanung hinein. Unternehmensnachfolge ist ein Spezialgebiet für Mandanten, die ein Geschäft oder Gewerbe betreiben und regeln müssen, wer es nach ihrem Tod fortführt oder verkauft.
Die Navigation listet sieben Fachgebiete auf: Nachlassplanung, Nachlassabwicklung, Erbstreitigkeiten, Ehegüterrecht, Erwachsenenschutz und Vorsorge, Vertragsrecht und Vermögensgestaltung, Unternehmensnachfolge, Philanthropie und Stiftungen. Das ist ein breites Spektrum, aber mit Erbrecht als durchgehendem Thema. Der Bereich Philanthropie und Stiftungen deutet auf Mandate hin, die größere Vermögen und komplexere Strukturen betreffen, von Testamentsstiftungen bis zu gemeinnützigen Stiftungen, deren Gründer sterben.
Mandanten würden diese Kanzlei aufsuchen, wenn sie ein Vermögen plant, bevor sie sterben; wenn sie einen Nachlass abwickeln muss, nachdem jemand gestorben ist; wenn sie um einen Erbteil streiten muss; wenn sie mit ihrem Ehepartner Vermögensfragen klären will; wenn sie älter wird und Vollmachten und Vorsorgeaufträge braucht; wenn sie ein Unternehmen übergeben oder in ein Vermögenskonzept integrieren möchte; oder wenn sie eine gemeinnützige Stiftung gründen oder ändern will. Das sind mehrere verschiedene Kundentypen.
Besonders für Fälle, die über das Standardtestament hinausgehen, ergibt die Kanzlei Sinn. Wenn ein Nachlass umstritten ist, wenn mehrere Ehepartner mit verschiedenen Kindern zu koordinieren sind, wenn ein Vermögen auf verschiedene Generationen oder verschiedene Länder verteilt wird, oder wenn die Vermögensplanung mit Unternehmensstrukturierung verknüpft ist, dann ist dies eine Kanzlei mit ausreichender Tiefe und Breite.
Die Belege von der Seite
Die Website nennt folgende sechs Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen: Dr. René Strazzer, Dr. Alexandra Zeiter, Dr. Philip R. Bornhauser, lic. iur. Salome Barth, Dr. Daniela Dardel, MLaw Titus Conradin Hell. Als Konsulenten werden genannt: Prof. Dr. Peter Breitschmid und Peter Sahli. Die Website berichtet unter "Neuer Rechtsanwalt": "Wir freuen uns, dass Herr MLaw Titus Conradin Hell per 1. Juli 2026 als Rechtsanwalt unsere Kanzlei unterstützt." Das zeigt, dass die Kanzlei wächst und neue Talente anzieht.
Die Kontaktadresse ist Strazzer Zeiter Rechtsanwälte AG, Rüdigerstrasse 15, 8045 Zürich. Die Postadresse ist Postfach 8027 Zürich. Die Kanzlei ist unter Telefon +41 43 266 55 44 und E-Mail office@szlaw.ch erreichbar.
In der Rubrik "Aktuelles" berichtet die Website über ein Referat: "lic. iur. Salome Barth referiert am 15. September 2026 anlässlich der Weiterbildungstage des Schweizerischen Anwaltsverbandes zum Thema Brennpunkte der Herabsetzung und der Anfechtung von Zuwendungen infolge Erbvertragswidrigkeit". Das Thema Anfechtung von Zuwendungen ist ein Spezialgebiet an der Schnittstelle zwischen Erb- und Vertragsrecht und deutet darauf hin, dass die Kanzlei auch in komplexen und strittigen Grenzfällen zu Hause ist, wo es um die Frage geht, ob ein Testament oder ein Erbvertrag durch Druck oder Täuschung zustande gekommen ist.
Was die Website offen lässt
Die Kanzlei veröffentlicht keine Stundensätze, Gebührenmodelle oder Kostenvorschüsse. Das ist bei Schweizer Anwälten und Anwältinnen Standard und auch nicht ungewöhnlich. Ein Telefonanruf ist nötig, um die finanziellen Konditionen zu klären. Es gibt keine Informationen darüber, ob die Kanzlei Pauschalgebühren für typische Mandate wie die Abwicklung eines kleinen Nachlasses anbietet oder nur stundenweise abrechnet.
Die Website nennt keine Fallbeispiele, Fallstudien oder Kundenreferenzen. Es ist nicht möglich zu sehen, welche konkreten Mandate die Kanzlei bearbeitet hat oder wie lange typische Verfahren dauern. Das macht es schwer, einen Eindruck von der praktischen Erfahrung zu gewinnen, die über die Qualifikation hinausgeht.
Die Publikationen-Sektion führt nur Referate auf (aktuelle und bisherige), aber nicht schriftliche Arbeiten, Fachartikel oder Blog-Beiträge, die Aufschluss über die tiefe Spezialisierung geben könnten. Es gibt keine Informationen über Spezialisierungen einzelner Anwälte.
Die Website sagt nicht, ob die Kanzlei selbst notarielle Beurkundungen durchführt oder nur als Rechtsberater tätig ist. Das ist wichtig, weil Notardienste eine andere Gebührenstruktur haben und weil ein Notar für bestimmte Verträge erforderlich ist. Die Navigation enthält kein Notariat-Element, was nahelegt, dass die Kanzlei keine Notardienste anbietet.
Für wen sie passt und für wen nicht
Diese Kanzlei passt für Mandanten mit größerem Vermögen oder komplexeren Sachverhalten. Wer plant, ein stattliches Erbe zu hinterlassen, oder wer einen Streit um das Erbe eines verstorbenen Familienmitglieds austragen muss, findet hier einen erfahrenen Partner. Die hohe Fachkompetenz (Fachanwaltstitel, Konsulenten, regelmäßige Referate bei Fortbildungen des Anwaltsverbandes) deutet darauf hin, dass auch schwierige oder seltene Fälle hier bearbeitet werden können.
Weniger ideal ist diese Kanzlei für schnelle, billige und standardisierte Lösungen. Ein Mandant, der ein einfaches Testament braucht, könnte hier fehl am Platz sein.