divortis AG

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Was die Kanzlei ist

divortis AG nennt sich selbst «Zentrum für Scheidungsberatung» und sitzt in Basel, Aeschenvorstadt 67. Die Kanzlei ist tätig in Basel, Baselland, Aargau und Solothurn und hat sich ganz auf Familienrecht spezialisiert: Trennung, Scheidung und alle verwandten Fragen. Das Angebot geht über reine Rechtsberatung hinaus. Die Website nennt neben Rechtsanwälten auch Mediatorinnen und Mediatoren, und sie sagt, dass psychologische Betreuung zum Angebot gehört, was bedeutet, dass Klienten auch auf die emotionale und psychische Belastung vorbereitet werden können.

Dr. Erik Johner trägt den Fachanwaltstitel SAV Familienrecht und führt die Kanzlei als lösungsorientierter Anwalt. Die Website beschreibt ihn als «spezialisierter Anwalt für Scheidungsrecht» und «Scheidungsanwalt», der «bei einer Scheidung oder Trennung kompetent und tatkräftig zur Seite» steht. Ein Fachanwaltstitel SAV ist nicht etwas, das alle Anwälte tragen, das ist eine Spezialbezeichnung des Schweizerischen Anwaltsverbands. Dass die Kanzlei sie hat, bedeutet, dass Dr. Johner seine Fachkompetenz nachgewiesen hat.

Der Ansatz ist explizit lösungsorientiert. Die Website sagt, er sei «bestrebt, wenn immer möglich eine einvernehmliche Einigung zu erzielen», kämpfe aber «wenn es sein muss auch vor Gericht» und zeichne sich «durch Fachkompetenz, Hartnäckigkeit und Durchsetzungsvermögen» aus. Das beschreibt eine Balance zwischen Pragmatismus (einvernehmlich wenn möglich) und Zähigkeit (auch vor Gericht).

Wofür man sie beizieht

Die Kanzlei richtet sich an Menschen, die sich scheiden lassen oder trennen wollen und nicht genau wissen, wie es funktioniert oder welche Schritte nötig sind. Das Kernstück des Angebots ist die Erstberatung: ein persönliches Gespräch, das die Website explizit als «unverbindlich» beschreibt. Die Idee ist, dass man erst mal schauen kann, ohne sich zu binden.

In dieser Erstberatung werden die zentralen Fragen geklärt. Die Website nennt sie konkret: «Unterhaltszahlungen, Kindesunterhalt, Wohnsituation, Güterrecht, Sorgerecht, Obhut, Betreuung, Scheidungskonvention, Trennungsvereinbarung, konkretes Vorgehen». Das ist ein vollständiges Spektrum, die Kanzlei behandelt also nicht nur die juristische Scheidung, sondern auch die praktischen Fragen rund um Kinder und Vermögen. Zur Erstberatung gehört laut Website «stets auch eine Unterhaltsberechnung», was bedeutet, dass die Anwälte in diesem ersten Gespräch nicht nur beraten, sondern auch konkret durchrechnen, wie viel wer wem schuldet.

Wenn eine einvernehmliche Lösung möglich ist, unterstützt die Kanzlei bei der Erstellung einer Scheidungskonvention oder Trennungsvereinbarung. Das sind die Dokumente, die beide Parteien unterzeichnen, um der Behörde zu zeigen, dass man sich einig ist. Die Website verspricht nicht, dass es immer harmonisch läuft, sondern sagt, dass die Kanzlei «lösungsorientierte Beratung» bietet, «die Ihre persönliche Situation berücksichtigt und unnötige Konflikte vermeidet».

Wenn es nicht einvernehmlich geht, weil die Parteien nicht einer Meinung sind oder weil eine Partei nicht mitspielt, übernehmen die Anwälte die Vertretung vor Gericht. Die Website nennt konkret, wobei sie helfen: «Erstellung und Einreichung eines Scheidungsantrags», «Vermögensaufteilung basierend auf Ihrem Ehevertrag», «Unterhalts»zahlungen in allen Varianten (Kinderunterhalt, Betreuungsunterhalt, Volljährigenunterhalt, Ehegattenunterhalt), «Sorgerecht für Kinder, Obhut und Betreuungsregelung» und «Pensionskassenteilung». Das letzte ist wichtig für Paare, die zusammen Altersersparnisse aufgebaut haben, die Pensionskasse muss bei Scheidung geteilt werden, und das ist eine eigene Baustelle.

Mediation ist eine dritte Tür. Die Kanzlei hat Mediatoren, die vermittelnd eingreifen, wenn die Parteien nicht alleine weiterkommen. Die Website empfiehlt Mediation als «eine geeignete Lösung, um anstehende Fragen einer Trennung bzw. Ehescheidung mithilfe einer Drittperson, einer Mediatorin oder einem Mediator, aussergerichtlich zu lösen». Der Vorteil ist explizit genannt: «Zeit und Kosten sparen, da die Mediation fast immer schneller und kosteneffizienter als ein gerichtliches Verfahren ist.»

Die Belege von der Seite

Die Website veröffentlicht konkrete Preise. Eine Erstberatung kostet pauschal CHF 90, und sie dauert «etwa eine Stunde». Das ist ein transparentes Angebot, man zahlt einen Festbetrag, nicht die Uhr. Persönliche Gespräche finden «in unseren Büros in Basel» statt. Auf Wunsch werden aber auch «Online-Meetings» angeboten, «insbesondere für auswärtige Klienten». Das ist praktisch für Menschen in Baselland oder Aargau, die nicht immer nach Basel fahren wollen.

Für eine schnelle Frage gibt es eine Telefonhotline: 0900 15 08 63, kostenpflichtig zum Tarif CHF 2.90 pro Minute. Die Website nennt diese «telefonische Sofortberatung zu Trennungs- und Scheidungsfragen» und ist damit transparent, dass dieses Angebot auch kostet. Es ist nicht gratis Support, wer anruft, weiss, dass jede Minute abgerechnet wird. Das kann eine Hürde sein, wenn man nur mal schnell eine kurze Frage hat, aber es stellt auch sicher, dass nur Menschen anrufen, die wirklich ein Anliegen haben.

Die Website nennt mehrfach den Namen Dr. Erik Johner und seinen Titel als Fachanwalt SAV Familienrecht. Das sind die spezifischen Qualifikationen der Kanzlei. Auf der Website findet sich seine E-Mail-Adresse erik.johner@divortis.ch.

Kontakt insgesamt: Telephone +41 61 206 45 75, E-Mail info@divortis.ch, Adresse Aeschenvorstadt 67, 4010 Basel. Anfragen lassen sich auch über ein Kontaktformular auf der Website stellen. Es ist ausdrücklich ein formales Formular, weil die Website notiert: «Da wir unter Anwaltsgeheimnis stehen, gelangen keinerlei Informationen über dieses Gespräch nach aussen.»

Die Kanzlei beschreibt sich selbst als «von den zuständigen Aufsichtsbehörden zugelassene Anwalts-AG». Das ist ein Hinweis auf die Form der Organisation, aber die Website gibt nicht an, wie viele Anwälte oder Mediatoren angestellt sind.

Was die Seite offenlässt

Die Website sagt nicht, wie lange es in der Praxis dauert, bis man einen Termin bekommt, ob man schon nächste Woche vorkommt oder ob man ein paar Wochen warten muss. Sie sagt nicht, wie lange ein Scheidungsverfahren typischerweise dauert oder kostet, wenn man vor Gericht gehen muss. Sie nennt keine Erfolgsquote oder Fallzahl, also nicht, wie viele Scheidungen die Kanzlei pro Jahr betreut. Sie veröffentlicht auch nicht, nach welcher Formel die Unterhaltsberechnung gemacht wird, obwohl das ein Standard ist.

Über die anderen Anwälte und Mediatoren neben Dr. Johner gibt die Website ausser auf einer Seite «Team» nichts Öffentliches aus. Diese Seite ist hier nicht in der Zusammenfassung einsehbar, daher ist unklar, wie gross die Kanzlei insgesamt ist. Es könnte ein solo practitioner sein, der gelegentliche Hilfe hinzuzieht, oder eine richtige Kanzlei mit mehreren Anwälten.

Die Website sagt nicht, wie viel eine anwaltliche Vertretung vor Gericht kostet. Das ist typischerweise Verhandlungssache, aber es gibt auch Kanzleien, die Pauschalgebühren für bestimmte Tätigkeiten kommunizieren. Die Anwälte könnten Stundenhonorar rechnen, eine Gebühr pro Fall, oder beides gemischt, das steht nicht auf der Website.

Die Website sagt nicht, ob psychologische Betreuung extra kostet oder im Paket inbegriffen ist. Sie sagt nicht, wie viel eine Mediation kostet.

Für wen sie passt und für wen nicht

Die Kanzlei passt für Menschen in Basel, Baselland, Aargau oder Solothurn, die eine Scheidung oder Trennung vornehmen und nicht wissen, wie es funktioniert. Sie ist eine gute erste Ansprechstelle für eine Erstberatung, CHF 90 ist ein niedriger Einstieg, und man bindet sich nicht an einen langen Weg.

Sie passt auch für diejenigen, bei denen es einvernehmlich gehen könnte. Die Kanzlei betont, dass sie eine Mediation und einvernehmliche Lösungen bevorzugt, und das ist für Paare mit Kindern often besser, weil es die Familie weniger beschädigt.

Sie passt weniger für diejenigen, die wissen, dass sie vor Gericht kämpfen müssen und eine spezialisierte Streitlekanzlei suchen, die aggressiv angreift. Die Website betont zwar, dass die Kanzlei vor Gericht vertreten kann, aber der Schwerpunkt liegt auf «lösungsorientiert». Wer erwartet, dass der andere Anwalt die Gegenseite hart anfährt, würde anderswo besser aufgehoben sein.

Die Kanzlei ist auch nicht die erste Wahl für Menschen weit weg, sie ist regional auf die Nordwestschweiz beschränkt.

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