Barandun
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Barandun ist eine Anwaltskanzlei mit Büros in Zürich und Zug. Sie konzentriert sich auf Gesellschaftsrecht und Mergers & Acquisitions. Die Kanzlei nennt sich «interdisziplinär und praktisch» und sagt, dass ein Team aus Anwälten, Steuerfachleuten und Notaren zusammenarbeitet. Die Website ist in fünf Sprachen verfügbar (Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch, Chinesisch), was auf einen internationalen Kundenstamm hindeutet.
Gesellschaftsrecht und Governance
Barandun beschreibt sein Kerngeschäft so: «Wir beraten Sie sowohl strategisch als auch operativ bei Fragen zum Gesellschaftsrecht: von der Gestaltung von Aktionärsinteressen über die Organisierung der Corporate Governance bis zur Umsetzung rechtlicher Pflichten wie Generalversammlungen und Verwaltungsratssitzungen.» Das ist eine präzise Darstellung: Die Kanzlei deckt nicht nur die rechtliche Form ab, sondern auch die Praxis der Entscheidungsfindung und Governance-Prozesse.
Ein besonderer Punkt: «Die sachgerechte Behandlung von Minderheitsaktionären und Kapitalgebern ist Teil unseres Tagesgeschäfts, genauso wie die Sicherung Ihrer Interessen bei Unternehmensinvestitionen.» Das bedeutet, dass Barandun routinemässig in Situationen tätig ist, wo mehrere Stakeholder unterschiedliche Interessen haben. Das ist relevant für Unternehmen mit mehreren Eigentümern, mit Private-Equity-Investoren oder mit Minderheitsgesellschaftern, die geschützt werden müssen.
M&A im Zentrum
M&A ist nicht ein Nebengebiet, sondern das Herzstück. Die Website sagt: «Bei M&A-Transaktionen stehen Ihre wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Interessen im Zentrum unserer Beratung. Wir strukturieren, verhandeln und begleiten Unternehmensübernahmen, -verkäufe, Joint Ventures und Finanzierungsrunden, national und international.» Die Betonung auf wirtschaftlich, steuerlich und rechtlich zusammen ist wichtig: Die Kanzlei denkt ganzheitlich, nicht nur juristisch.
Spezifische M&A-Dienstleistungen nach der Website:
- Planung, Strukturierung und Durchführung von Unternehmensübernahmen, -verkäufen, Joint Ventures, Finanzierungsrunden, einschliesslich Due Diligence und Vertragsverhandlungen.
Weitere Dienstleistungen
Barandun bietet mehr als nur M&A. Die Website nennt auch:
- «Restrukturierungen und Sanierungen», einschliesslich Unterstützung bei «Moratorien, Pre-Packs oder Konkursverfahren». Das ist bedeutsam: Das sind spezialisierte Verfahren für Unternehmen in Schwierigkeit. Ein Moratorium ist eine gesetzliche Schutzphase, ein Pre-Pack ist eine informelle Umstrukturierung. Die Kanzlei beweist damit, dass sie auch mit notleidenden Unternehmen umgehen kann.
- Kapitalerhöhungen und Kapitalstruktur: «Strukturierung von Eigenkapital- und Fremdfinanzierung sowie Analyse der wirtschaftlichen und steuertechnischen Lage des Unternehmens.»
- Corporate Governance im laufenden Betrieb: «Planung und Durchführung von Generalversammlungen und Verwaltungsratssitzungen unter Berücksichtigung rechtlicher und regulatorischer Entwicklungen.»
Das Team und die Struktur
Barandun nennt die Partner namentlich. Managing Partner in Zürich ist Stefan Wiesli. Managing Partner in Zug ist Christophe Raimondi. Weitere Partner sind Remy Bärlocher, Catrina Luchsinger Gähwiler, Franco Taisch, Pascal Sieger und Christian M. Gutekunst. Senior Counsel sind Marcel C. Steinegger und Eric von Graffenried. Associates sind Simone Krimmer, Bas de Graaf, Theresa Hilbe und Karina Rovnak. Rachel Chiao wird als «Foreign Counsel» bezeichnet, also als Anwältin in einer anderen Jurisdiktion, die mit der Kanzlei zusammenarbeitet.
Die Struktur mit zwei Managing Partners (einer pro Büro) deutet darauf hin, dass jedes Büro eine gewisse Unabhängigkeit hat. Ein Zurich-basierter Klient arbeitet mit dem Zürich-Team, hat aber Zugang zu Zug-Ressourcen, und umgekehrt. Diese duale Struktur ist üblich bei Kanzleien mit mehreren Standorten in der gleichen Liga. Ein Unternehmer sollte bemerken, dass die Partner nicht alle genannt sind und dass die Website «ein erfahrenes Team von Anwälten, Steuerfachleuten und Notaren» erwähnt, ohne alle diese Fachleute namentlich zu nennen. Das bedeutet, dass Barandun auf externe Expertise zählt oder dass Steuerspezialisten und Notare nicht im gleichen Mass featured werden wie die Anwälte.
Die Nennung von Rachel Chiao als Foreign Counsel ist bedeutsam. Dieser Titel wird typischerweise für Anwälte in anderen Ländern verwendet, die mit der Kanzlei kooperieren. Das deutet darauf hin, dass Barandun sich in internationalen Transaktionen bewegt und Zugang zu lokalen Rechtsfachkompetenz in anderen Ländern hat.
Internationales Netzwerk und Arbitration
Barandun nennt auch «Schiedsverfahren und Gerichtsbarkeit» (Arbitration/Litigation). Schiedsverfahren ist nicht einfache Gerichtsbarkeit. Schiedsverfahren kostet mehr und wird typischerweise für grössere Dispute oder internationale Parteien verwendet, die sie dem Staatsgericht vorziehen. Die Tatsache, dass Barandun sie nennt, deutet darauf hin, dass die Kanzlei auch hochwertige Dispute-Fälle bearbeitet.
Das Angebot in fünf Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch, Chinesisch) ist ein starkes Signal für internationales Geschäft. Russisch und Chinesisch sind nicht die primären Sprachen in der Schweiz; diese Angebote richten sich an eine andere Klientel. Das deutet auf Erfahrung mit internationalen Investoren hin.
Zurich und Zug als Standorte
Beide Standorte sind Schweizer Zentren für Unternehmensrecht. Zürich ist das Finanz- und Korporations-Zentrum der Schweiz. Zug ist der Ort der Steuervergünstigungen und Holding-Strukturen. Eine Kanzlei, die beide hat, kann Klienten helfen, ihre Struktur optimal zu platzieren. Ein Holding in Zug mit operativem Business in Zürich ist eine klassische Struktur; Barandun sitzt an beiden Orten.
Die Adressen sind prominente Lagen. Zürich: Löwenstrasse 1 (zentrale Geschäftslage). Zug: Bahnhofstrasse 17 (direkt beim Bahnhof, zentral). Das deutet auf etablierte Präsenz hin.
Was die Website nicht sagt
Barandun veröffentlicht keine Stundensätze, keine Konsultationsgebühren, keine Mindesthonorare. Das ist Standard. Die Website nennt nicht, wie lange die Partner praktizieren oder welche Industrien bevorzugt werden. Sie sagt nicht, wie gross die Steuern- oder Notariats-Teams sind. Auch hier ist das typisch für Schweizer Kanzleien.
Publikationen und Thought Leadership
Die Website listet Publikationen zu Gesellschaftsrecht- und M&A-Themen auf, etwa zu «Mantelhandel» (Shell-Company-Missbrauch) und zu «Entwicklungen im Gesellschaftsrecht». Das zeigt, dass die Kanzlei nicht nur Mandate bearbeitet, sondern auch an der juristischen Debatte teilnimmt. Das ist ein Zeichen von intellektueller Ernsthaftigkeit. Partner wie Christophe Raimondi und Simone Krimmer publizieren zu aktuellen Themen. Das deutet darauf hin, dass die Kanzlei ihre Expertise aktuell hält.
Struktur und praktische Details
Die Tatsache, dass die Website kategorisch unterscheidet zwischen Partner, Senior Counsel und Associates, deutet auf eine klassische Kanzleistruktur hin. Ein Unternehmer sollte erwarten, dass er mit einem Partner beginnt (teuer, aber strategische Leitung) und dass routinemässigere Arbeiten von Associates übernommen wird (günstiger). Das ist typisch für etablierte Kanzleien.
Die Erwähnung von «Notaren» im Team-Beschrieb ist relevant, obwohl keine Notare namentlich genannt werden. Das bedeutet wahrscheinlich, dass die Kanzlei Notare hinzuzieht oder dass Notariatsfunktionen intern verfügbar sind. Das ist praktisch für die Durchführung von Transaktionen, die notarielle Dokumentation erfordern.
Für wen Barandun passt
Barandun passt für einen Unternehmer oder Geschäftsführer, der ein Unternehmen kaufen oder verkaufen will, besonders wenn es international ist oder mehrere Stakeholder hat. Sie passt für ein Unternehmen, das eine Kapitalerhöhung plant oder private Equity-Investoren holt. Sie passt auch für ein Unternehmen in Schwierigkeit, das eine Restrukturierung braucht. Für ein Unternehmen mit Zürich-Zug-Struktur ist die duale Präsenz ein Asset. Wer ein Schiedsverfahren braucht oder mehrsprachigen Support, findet hier offensichtlich Erfahrung.
Weniger passt sie für einfache, unkomplizierte Mandate. Für einen Gründer, der nur eine Standard-AG gründen will, ist Barandun wahrscheinlich teuer und überdimensioniert. Für Privatpersonen ohne Unternehmens-Bezug ist die Kanzlei auch nicht das richtige Ziel. Das ist eine Kanzlei für Betriebe mit Substanz und Komplexität, und für internationale oder mehrebenige Transaktionen, wo es auf erfahrene Partner ankommt.