ADVOMED Haftpflicht- und Medizinrecht
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Was die Kanzlei ist
ADVOMED ist eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei mit Sitz in der Schweiz, die sich vollständig auf Haftpflicht- und Versicherungsrecht konzentriert. Die Kanzlei wurde von Evalotta Samuelsson gegründet und legt ihren Fokus auf die Vertretung von Geschädigten in Fällen von Personen- und Körperschäden. Was ADVOMED von anderen Kanzleien unterscheidet, ist die konsequente Verbindung von juristischem und medizinischem Fachwissen, die bei der Bearbeitung solcher Fälle unerlässlich ist.
Die Kanzlei versteht sich als "interdisziplinäre Kanzlei für Haftpflicht und Versicherungsrecht". Das ist nicht nur ein Slogan: Alle Mitarbeiter verfügen über einen medizinischen Hintergrund oder fachspezifische Weiterbildungen. Die Gründerin Evalotta Samuelsson hält einen Fachanwaltstitel SAV im Haftpflicht- und Versicherungsrecht und ist damit, laut der Website, "die erste und einzige Anwältin in der Schweiz" mit dieser Kombination. Zusätzlich hat sie einen Mastertitel in Versicherungsmedizin und ein universitäres Diplom in Medizinrecht erworben. Diese akademische Ausstattung ist bei spezialisierten Haftpflichtanwälten aussergewöhnlich: Sie verbindet praktische Anwaltsausbildung mit systematischem Studium der medizinischen Grundlagen, die nötig sind, um Gutachten kritisch zu lesen und ärztliche Fehler zu erkennen.
Wofür man sie beizieht
Geschädigte und Angehörige wenden sich an ADVOMED, wenn ein Unfall oder eine Krankheit zu Körperschäden geführt hat und der Schadensersatz durchgesetzt werden muss. Die Website betont: "Im Zentrum unserer Tätigkeit stehen Personen- und Körperschäden." Die typische Konstellation ist kompliziert: Ein Mensch erleidet einen Unfall oder wird krank, es entstehen medizinische Fragen, die mit rechtlichen Ansprüchen verknüpft sind, und dann tritt ein Streit auf: Die Haftung wird bestritten, die medizinische Kausalität angezweifelt, oder die Versicherer lehnen den Schadensersatz ab.
ADVOMED kümmert sich auch um Fälle, in denen "die Haftung ist strittig, die medizinische Kausalität des Körperschadens oder der erlittenen psychischen Schädigung wird abgelehnt oder der Geschädigte für arbeitsfähig erklärt" wird. Das Gutachten kann negativ ausfallen oder die Haftung des Spitals wird bestritten. Solche Fälle erfordern nicht nur juristische Argumente, sondern auch medizinisches Verständnis. ADVOMED arbeitet darum mit einem "exklusiven Netzwerk von beratenden Fachärzten" zusammen. Die Website nennt das Grundprinzip deutlich: "Eine erfolgreiche Durchsetzung von Personenschäden bedingt zwingend eine Kombination aus medizinischem und juristischem Wissen und Erfahrung."
Die Arbeitsweise wird so beschrieben: "Wir führen keine Kriege, sondern überzeugen mit fundierten Argumenten und grosser Erfahrung. Wir bauen keine Luftschlösser und blenden nicht." Zu den Leistungen gehören Rechtsberatung, aussergerichtliche Vertretung und die "kompetente Durchsetzung" von Ansprüchen, aber auch das Erstellen von "medico-legalen Triagen oder interdisziplinäre Gutachten zu komplexen Personenschäden".
Rechtsgebiete und Expertise
Die Website nennt vier Rechtsgebiete: Haftpflichtrecht (die Schwerpunktsparte), Sozialversicherungsrecht, Privatversicherungsrecht und Opferhilferecht. Im Haftpflichtrecht bietet die Kanzlei "Rechtsberatung, aussergerichtliche Vertretung, kompetente Durchsetzung ihrer Ansprüche sowie das Erstellen von medico-legalen Triagen oder interdisziplinäre Gutachten". Diese Leistungspalette zeigt, dass ADVOMED nicht nur vor Gericht tätig wird, sondern auch bei der Gutachterstellung und der Beweisvorbereitung hilft.
Im Sozialversicherungsrecht "beraten und vertreten" sie "Privatpersonen in Verfahren der Invaliden-, Unfall-, Militär- und Krankenversicherungen, bei denen es beispielsweise um die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, der Invalidität oder der Taggeld- und Rentenansprüche" geht. Diese Verfahren sind oft technisch komplex und verlangen ein tiefes Verständnis der Sozialversicherungsgesetzgebung. Beim Privatversicherungsrecht liegt der Schwerpunkt auf "Rechtsstreitigkeiten" wegen "Leistungseinstellungen aufgrund interdisziplinärer Beurteilung im Bereich der Krankentaggelder". Im Opferhilferecht beraten sie Personen, die durch eine Straftat geschädigt wurden.
Die Kompetenz wird durch eine umfangreiche Liste von Publikationen belegt. Evalotta Samuelsson hat zahlreiche Fachartikel und Beiträge in juristischen Zeitschriften veröffentlicht, etwa in der "Schweizerischen Zeitschrift für Sozialversicherungsrecht" (SZS) und in "HAVE". Themen sind Kausalitätsfragen bei Körperschäden, Schleudertrauma, Arzthaftung und Beweiswürdigung. Sie tritt auch als Referentin auf, etwa an der "Sozialversicherungsrechtstagung HAVE". Diane Günthart, ein weiteres Mitglied des Teams, hat ein Werk über "Kausalitätsfragen der Rotatorenmanschettenläsion als Listendiagnose aus medico-legaler Sicht" publiziert (DIKE-Verlag, 2024).
Erfolgsquoten und Arbeitsweise
Die Website hebt eine Erfolgsbilanz hervor: "Aus diesem Grund liegt die Erfolgsquote der von uns geführten Prozesse z.B. am Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich in den letzten Jahren deutlich über dem Durchschnitt." Diese Angabe wird nicht mit konkreten Zahlen unterfüttert, aber sie zeigt, dass die Kanzlei ihre Leistung an Gerichtserfolgen misst und darauf vertraut, dass eine gute Erfolgsquote ein starkes Signal an potenzielle Mandanten ist.
Die Website beschreibt die Arbeitsweise knapp: "Wir setzen uns mit unserem interdisziplinären Know-How, interdisziplinärer Zusammenarbeit gepaart mit jahrelanger Erfahrung in der umfassenden Regulierung von Personenschäden gezielt und lösungsorientiert im Interesse unserer Klienten ein." Das Klientel von ADVOMED sind "Angehörige und Geschädigte", die "Gewissheit, gerechten Ausgleich und finanzielle Sicherheit" brauchen. Diese Personen haben typischerweise einen Unfall erlitten oder werden von einer Krankheit heimgesucht, und die Versicherer oder die verantwortliche Partei stellen sich der Regulierung entgegen. Für diese Konstellation wirbt ADVOMED mit der Kombination aus medizinischem und juristischem Wissen, nicht mit Versprechungen einer schnellen Lösung.
Was die Website nicht veröffentlicht
ADVOMED veröffentlicht keine Stundensätze und keine Gebührenmodelle. Es ist nicht erkennbar, ob die Kanzlei auf Erfolgshonorarbasis arbeitet oder nach Stundensätzen abrechnet. Die Website nennt auch keine durchschnittliche Mandatsdauer oder Bearbeitungszeit. Standorte sind nicht aufgelistet, es ist nur ersichtlich, dass die Kanzlei erreichbar ist (Kontaktformular auf der Website). Ein Erstberatungsgespräch ist nicht beschrieben, und es ist nicht angegeben, in welchem Umfang oder zu welchem Zeitpunkt erste Beratung vergeben wird. Die Website enthält auch keine Informationen über Sprachkenntnisse der Mitarbeiter über das Deutsche hinaus.
Für wen sie passt und für wen nicht
ADVOMED passt zu Geschädigten oder Angehörigen, die nach einem Unfall oder einer Krankheit Schadensersatz durchsetzen müssen und auf Widerstand stossen. Sie brauchen nicht nur einen Juristen, sondern auch medizinisches Verständnis und Erfahrung im Umgang mit Versicherern und Spitälern. Die Spezialisierung auf Körperschäden und Versicherungen macht ADVOMED zur richtigen Adresse in dieser Konstellation. Ein typischer Mandant hat eine ernst zu nehmende Körperverletzung erlitten und liest jetzt in den Ablehnungsbriefen der Versicherer oder des Verantwortlichen Argumente, die ihm medizinisch nicht nachvollziehbar sind. Ein Anwalt, der beide Sprachen spricht, wird für solche Fälle unerlässlich.
Die Kanzlei passt nicht zu Geschädigten, die zeitliche oder finanzielle Puffer haben oder der Gegenpartei vertrauen. Sie ist nicht die erste Wahl, wenn es um andere Rechtsgebiete wie Familienrecht oder Strafrecht geht, auch wenn Opferhilfe eine Nebenleistung ist. Für einfache Schadensregulierungen oder Anträge ohne Umstrittenheit ist der Kostenaufwand einer spezialisierten Kanzlei dieser Grösse wahrscheinlich nicht gerechtfertigt. Auch Versicherer und Schadenabwickler sind nicht das primäre Klientel, obwohl die Website erwähnt, dass die Kanzlei "aussergerichtliche Vertretung" anbietet: Der Ton und die ganze Positionierung sprechen für die Geschädigten-Seite der Dispute.