mbh Law

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Wer mbh Law ist

mbh Law mit Sitz in Zürich ist spezialisiert auf Versicherungs- und Rückversicherungsrecht. Die Website nennt sich selbst "Ihre Rechtsanwälte in Zürich". Die Kanzlei konzentriert ihre gesamte Arbeit auf die rechtlichen Fragen, die in der Versicherungsbranche entstehen, von der Aufnahme des Versicherungsgeschäfts über den laufenden Betrieb bis zur Abwicklung einzelner Geschäftsfelder.

Auf der Startseite formuliert die Kanzlei das programmatisch, direkt unter dem eigenen Namen: "Sie stehen bei uns im Mittelpunkt." Diese Zeile steht noch vor der eigentlichen Leistungsbeschreibung und setzt den Ton für den Rest der Seite, die durchgehend von den Zielen und Bedürfnissen des Mandanten spricht statt von der Grösse oder Geschichte der eigenen Kanzlei. Zusammen mit der Beteuerung, die Beratung sei auf eine "langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit" ausgelegt, zeichnet sich ein Selbstbild, das weniger auf einzelne Transaktionen und mehr auf dauerhafte Mandatsbeziehungen zielt.

Wofür man sie beizieht

Versicherer, Rückversicherer und Versicherungsnehmer mit komplexen Fragen landen hier richtig. Ein Versicherungsunternehmen, das ein neues Geschäftsfeld aufbauen will, ein Unternehmen mit laufenden Versicherungsfragen, oder ein Versicherer in Konflikt- oder Abwicklungssituationen findet hier spezialisierte Ansprechpartner. Die Kanzlei sagt: "Wir beraten und vertreten Sie in rechtlichen Angelegenheiten und haben dabei Ihre geschäftlichen Ziele im Auge." Das ist kein blosse Redewendung. Sie betont eine langfristige Ausrichtung: "Unsere allgemeine Beratung ist grundsätzlich auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Mandanten hin ausgelegt. Denn je besser wir Ihr Geschäft kennen, desto wertvoller wird unsere Beratung für Sie." Diese Formulierung deutet darauf hin, dass die Kanzlei auf Dauermandante ausgerichtet ist, nicht auf Einzelfälle.

Versicherungsrecht ist ein Spezialgebiet. Versicherer müssen Bundesrecht, kantonale Aufsicht, FINMA-Vorgaben und besondere Vertragsstrukturen navigieren. Rückversicherer, die die Risiken anderer Versicherer manage, brauchen noch tiefere Spezialisierung. Das ist nicht Generalistenwerk. Die Kanzlei beschreibt ihren Umfang so: "Vom Set-Up bis zum Run-Off: Wir beraten Sie entsprechend Ihren jeweiligen Bedürfnissen". Das ist keine Metapher. Ein Mandant könnte die Kanzlei über mehrere Phasen behalten: Aufbau eines neuen Produkts, Begleitung während des laufenden Geschäfts, Abwicklung beim Ausstieg.

Die Phasis vom Set-Up bis zum Run-Off

"Set-Up" bedeutet die Gründung oder der Aufbau eines neuen Versicherungsgeschäftsbereichs. Das ist regulatorisch aufwändig und braucht Expertise in der Genehmigung von Produkten, der Compliance, und der Struktur von Versicherungsverträgen. "Run-Off" bedeutet die Abwicklung, wenn ein Versicherer aus einem Geschäft aussteigt. Das braucht einen anderen rechtlichen Fokus: Bestandsübertragungen, Rückversicherungsverträge mit Abwicklung, Schadenbearbeitung nach der Beendigung des Neugeschäfts. Eine Kanzlei, die beide Phasen bedient, zeigt Tiefe in unterschiedlichen Szenarien.

Belege von der Website

Das Team ist transnational zusammengesetzt. Die Website sagt: "Unsere Partner und Konsulenten haben nicht nur erhebliche Berufserfahrung im schweizerischen Recht gesammelt, sondern darüber hinaus auch im englischen, deutschen, österreichischen und liechtensteinischen Recht." Das ist relevant, weil Versicherungsverträge oft grenzüberschreitend sind. Ein Rückversicherungsvertrag kann auf Englisch verhandelt, in Zürich aufsichtsrechtlich genehmigt, aber nach deutschem Recht ausgelegt werden müssen. Da ist ein Team, das in mehreren Rechtsordnungen arbeitet, ein echter Vorteil.

Die Kanzlei wirbt damit, dass sie "je nach Sachgebiet darauf verzichten können, lokale Kollegen hinzuzuziehen und unseren Mandanten Beratung aus einer Hand" anbieten kann. Das erspart Koordinationsverzögerungen und sichert, dass alle Anwälte den gleichen Geschäftskontext verstehen. Sie berät auch "zu anstehender Gesetzgebung und Entwicklung im Rahmen der Europäischen Union". Das ist für international tätige Versicherer relevant, weil europäische Regulierung oft Schweizer Versicherungsgeschäft berührt. Der Vorteil wird so erklärt: "Durch unsere Erfahrungen mit anderen Rechtsordnungen und Kenntnisse der jeweiligen Rechtsprechung können wir rechtliche Argumente finden, an die Anwälte, die sich vorwiegend mit einer Rechtsordnung befassen, möglicherweise nicht denken." Das ist eine plausible Aussage. Versicherungsrecht unterscheidet sich wirklich zwischen den Ländern: Was in Österreich Standard ist, kann in der Schweiz ungeklärt sein.

Qualitätsstandard und Rechtsprechung

Die Website verspricht: "Wir beraten Sie bestmöglich und immer nach dem aktuellem Stand der Rechtsprechung." Das bedeutet, dass die Kanzlei ihre Beratung laufend auf Gerichtsentscheidungen überprüft und aktualisiert. In einem Spezialgebiet wie Versicherungsrecht, wo neue Urteile regelmässig alte Positionen revidieren, ist das ein wichtiges Versprechen.

Wie ein Erstkontakt zustande kommt

Neben Telefon und E-Mail bietet die Website auch ein Kontaktformular an. Erkennbar ist das an der Einverständnisklausel direkt daneben: "Mit der Erhebung und Verwendung meiner personenbezogenen Daten (siehe Datenschutz) bin ich einverstanden." Ein solcher Passus gehört typischerweise zu einem Formularfeld mit Absende-Button, nicht zu einer reinen Telefon- oder E-Mail-Angabe. Ein Interessent kann sein Anliegen also schriftlich über die Website schildern, ohne zuerst anzurufen. Welche Angaben das Formular verlangt, ob eine Vorauswahl nach Rechtsgebiet stattfindet oder wie lange eine Antwort dauert, zeigt die erfasste Seite nicht. Für die eigentliche Aufnahme eines Mandats bleibt ohnehin der persönliche Termin der nächste Schritt, das Formular wirkt eher als niederschwelliger erster Kontaktkanal davor.

Standort und Erreichbarkeit

Die Kanzlei sitzt an der Neunbrunnenstrasse 38, 8050 Zürich und ist erreichbar unter +41 44 552 16 80 oder office@mbh-law.ch. Die Kanzlei lädt dazu ein: "Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin und lernen Sie unser Team persönlich kennen." Das anfängliche Gespräch ist der Ort, um herauszufinden, ob diese Spezialisierung und diese Kanzlei zum eigenen Anliegen passen.

Was die Website nicht offenlässt

mbh Law veröffentlicht keine Stundensätze und keine Gebührenordnung. Es gibt keine Namen von Anwältinnen oder Anwälten auf der Seite. Die Zahl der Mitarbeitenden wird nicht genannt. Fachanwaltstitel werden nicht erwähnt. Der Kanzleiseite ist nicht zu entnehmen, wie lange ein Mandat dauert oder wie es beginnt, ausser dass man einen Termin vereinbaren soll. Es gibt keine Beschreibung einzelner Fachgebiete oder Fallbeispiele. Es wird nicht gesagt, ob die Kanzlei sich auf Streitigkeiten konzentriert oder auf Prävention. Ein Mandant muss also zunächst ein Gespräch führen, um die eigenen Gebührenerwartungen mit der Kanzlei abzugleichen.

Für wen sie passt und für wen nicht

Die Kanzlei passt für Versicherer, Rückversicherer und Unternehmen, die regelmässig komplexe Versicherungsfragen haben und einen Vertragspartner suchen, der ihr Geschäft über Jahre versteht. Sie passt auch, wenn mehrere Rechtsordnungen berührt sind. Sie passt nicht für eine Privatperson mit einer Einzelfrage zu ihrer Versicherungspolice oder für ein kleines Gewerbe mit seltenem Versicherungsbedarf. Die Betonung von Dauermandaten und Tiefenwissen deutet an, dass die Kanzlei sich bewusst auf grössere und regelmässige Auftraggeber fokussiert. Ein Initial-Gespräch vor Auftragserteilung ist nötig, um zu klären, ob die Kanzlei die Materie nimmt und ob die Erwartung hinsichtlich Kosten und Verfügbarkeit passen. Das Kontaktformular senkt dabei nur die Hürde für die erste Kontaktaufnahme, an der grundsätzlichen Ausrichtung auf grössere, wiederkehrende Mandate ändert es nichts: Wer eine einmalige Frage zu einer privaten Versicherungspolice hat, sollte das im Formular oder im ersten Gespräch offen ansprechen, statt vorauszusetzen, dass die Kanzlei dafür der richtige Ansprechpartner ist.

Mehr aus Haftpflicht

Alle ansehen