Studer Zahner Anwälte

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Wer die Kanzlei ist

Studer Zahner Anwälte wurde 2001 gegründet und arbeitet als Full-Service-Kanzlei. Das Team hat 7 Mitarbeiter und unterhält 3 Bürostandorte in der Ostschweiz: St. Gallen, Kreuzlingen und Wil. Die Kanzlei arbeitet in mehreren Rechtsgebieten, die alle existenzielle Fragen berühren: Unfall und Krankheit, Arbeitsrecht, Strafrecht, Familienrecht und Erbrecht. Die Gründer waren Dieter Studer und Roland Zahner, und die Website nennt beide als zentrale Anwälte.

Wofür man sie beizieht

Die Website beschreibt die Mission so: "Menschen in anspruchsvollen rechtlichen Herausforderungen bestmöglich unterstützen." Im Kern der Arbeit steht der Unfallfall. Die Kanzlei sagt: "Dies kann die Folgen eines schweren Unfalles oder einer langen Erkrankung betreffen, wo wir uns im Versicherungs- und Haftpflichtrecht engagieren, oder auch schwierige Umstände im Arbeitsrecht, im Erbrecht und im Strafrecht."

Die Fallbelastung ist dokumentiert: Stand August 2023 hatte die Kanzlei 3695 Fälle bearbeitet und über 1800 Kurzberatungen durchgeführt. Das deutet auf ein etabliertes Geschäftsmodell hin, nicht auf eine Boutique-Kanzlei. Die Kanzlei betont ihre Unabhängigkeit: "Um unsere Unabhängigkeit zu wahren, vertreten wir in Versicherungs- und Haftpflichtfällen ausschliesslich geschädigte Personen und niemals Versicherungsgesellschaften." Das ist eine deutliche Positionierung.

Das Team und seine Spezialisierungen

Namentlich aufgeführt sind: Dieter Studer (Rechtsanwalt und Urkundsperson), Roland Zahner (Rechtsanwalt und Notar), Markus Rüegg (diplomierter Sozialversicherungsexperte), Michael Walder (Rechtsanwalt und Notar), Peter Fuchs (Rechtsanwalt und Urkundsperson, diplomierter Sozialversicherungsexperte) und Sandra Brunner (Anwaltsassistentin). Das Team ist also handverlesener als es die Zahl vermuten lässt. Zwei Mitglieder haben Sozialversicherungs-Expertise, drei sind Notare. Das bedeutet, dass die Kanzlei nicht nur Unfallrecht bedient, sondern auch komplexe Versicherungs- und Vermögensfragen bündeln kann.

Die Website definiert Expertise auch so: "Unsere Expertise in unseren Tätigkeitsgebieten erwächst aus unserer Ausbildung, unserer beruflichen Erfahrung, stetiger Weiterbildung und dem fachlichen Austausch im Team und mit unseren Netzwerkpartnern." Das rahmt Fachwissen nicht als Titel, sondern als gelernte und stetig aktualisierte Praxis.

Kostentransparenz und Accessibility

Die Kanzlei preist ihre Zugänglichkeit an. "Wir versichern Ihnen, dass Sie von uns so beraten werden, wie wir es selber erwarten, nämlich verständlich, offen und ehrlich. Uns ist es wichtig, Sie mit Ihren Erwartungen und Ihren Bedürfnissen richtig zu verstehen." Weiter: "Durch klare Informationen, auch bezüglich der Kosten, schaffen wir Sicherheit und bestätigen Vertrauen." Das ist ein explizites Versprechen zur transparenten Abrechnung.

Die Website bietet mehrere Wege zum ersten Kontakt. Ein Online-Formular erlaubt es, einen Fall zu schildern. Eine Telefonkonsultation wird als "in der Regel kostenlos" angeboten. Ein persönliches Gespräch kostet, wie die Website sagt: "Ich weiss, dass dies nicht kostenlos ist." Das ist ehrlich. Die Website sagt auch: "der Kontakt mit uns ist einfach und unkompliziert." Dieses Modell versucht, eine niedrige Hemmschwelle zu schaffen.

Geografische Reichweite und Remote-Services

Die Kanzlei bedient die St. Gallen-, Thurgau- und Appenzell-Region. Die Büros sind St. Gallen (Neugasse 40), Kreuzlingen (Hauptstrasse 11a) und Wil (Lerchenfeldstrasse 11). Für Mandanten außerhalb der Region oder für Folgeberatungen sagt die Kanzlei: "Per Telefon, Zoom und E-Mail können wir Ihren Fall problemlos unabhängig von Ihrem Wohnort und unseren Standorten führen, egal an welchem Ort der Welt Sie sich aufhalten." Das ist ein praktisches Zugeständnis für die digitale Realität.

Praktische Breite ohne Spezialisierungs-Titel

Die Kanzlei behandelt Unfall- und Versicherungsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Familienrecht und Erbrecht. Das ist nicht die Spezialisierung einer Boutique-Kanzlei, aber es hat deutliche Vorteile. Ein Mandant, der nach einem Arbeitsunfall sowohl einen Schadensersatzanspruch als auch arbeitsrechtliche Fragen hat, kann alles in einer Kanzlei klären. Ein Erbfall, bei dem das Testament umstritten ist oder der Nachlass Versicherungsleistungen enthält, kann auch von einem Team mit Notariatskompetenz bearbeitet werden. Die Website nennt keine Fachanwalt-Titel, obwohl zwei Mitarbeiter Sozialversicherungsexperten sind. Das ist eine Lücke in der öffentlichen Darstellung, aber es bedeutet nicht, dass die Expertise fehlt.

Die Notariatskompetenz von drei Mitarbeitern ist auch für Mandanten relevant, die Vermögensregeln nach einem Unfall brauchen: Grundstückverkäufe, Eheverträge, Testamentserkrankung, Vermögensschutz. Das ist eine seltene Kombination in einer Unfall-Kanzlei und spart dem Mandanten Koordinationsbemühungen und mehrfache Gebühren.

Was die Website offenlässt

Es gibt keine publizierten Stundensätze. Die Zusicherung von "klaren Informationen, auch bezüglich der Kosten" deutet darauf hin, dass Gebühren in Konsultationen besprochen werden. Es werden keine Fallbeispiele, Erfolgsquoten oder typischen Schadensersatzbeträge genannt. Die Website nennt keine Öffnungszeiten oder Wartezeiten. Auch die genaue Rolle jedes Mitarbeiters ist unklar (wer ist Partner, wer ist Assoziate).

Die praktische Erfahrung und die Zahlen

Das Geschäftsmodell der Kanzlei ist auf Substanz ausgerichtet. Seit der Gründung 2001 hat die Kanzlei 3695 Fälle bearbeitet (Stand August 2023) und über 1800 Kurzberatungen durchgeführt. Das ist ein Indikator für Routine. Ein großer Teil dieser Fälle betreffen wahrscheinlich Unfall- und Versicherungsfragen, gegeben die Website-Betonung. Die Kurzberatungen deuten auch darauf hin, dass die Kanzlei nicht nur umfangreiche Mandate nimmt, sondern auch kleinere Fragen beantwortet, was für Mandanten mit begrenztem Kostenbudget nützlich ist.

Die zwei Sozialversicherungsexperten (Markus Rüegg und Peter Fuchs) sind ein Unterscheidungsmerkmal. Sozialversicherungsrecht ist technisch komplex: Berecht man Anspruch auf Invalidenrente oder Unfallentschädigung, und zu welchem Satz? Die Fragen sind nicht bloß rechtlich, sondern auch medizinisch und versicherungstechnisch. Die Website betont, dass die Kanzlei "klare Informationen, auch bezüglich der Kosten, schaffen wir Sicherheit", das ist ein Zugeständnis, dass die Kanzlei ihre Gebühren nicht als Geheimnis behandelt. Für Mandanten, die sich auf beschränktes Budget verlassen, ist das ein wichtiger Punkt.

Für wen diese Kanzlei passt

Diese Kanzlei passt für Mandanten in der Ostschweiz, die nach einem Unfall oder wegen einer Erkrankung rechtliche Unterstützung brauchen. Die Betonung der Unabhängigkeit (nur Geschädigte) und Transparenz (klare Kosteninfo) gibt Sicherheit, dass kein Konflikt zwischen Kanzlei und Mandant entstehen wird. Besonders geeignet ist sie für Mandanten, deren Unfallfall in andere Rechtsgebiete hineinreicht: Arbeitsunfall mit arbeitsrechtlichen Fragen, Erbfälle mit Versicherungen. Die Remote-Option ist auch für Mandanten außerhalb St. Gallens praktisch, wenn die laufende Betreuung digital stattfinden kann.

Auch Mandanten, die ein Sozialversicherungsleistung bestreitet (IV-Rente, Unfallentschädigung) oder die Gemeinde-Institutionen sind, die eine Beratung zu ihren Haftungen brauchen, können hier fündig werden. Die Website nennt explizit, dass die Kanzlei auch "Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen" berät.

Für hochstakes-Litigationen mit massiven Ressourcen-Anforderungen ist eine 7-Personen-Kanzlei weniger geeignet. Wer die Gebühren im Voraus wissen möchte, muss anfragen. Auch wer erwartet, dass ein Team von spezialisierten Partnern den Fall übernimmt und die Sache delegiert wird, sollte sich eher nach einer größeren Kanzlei umschauen. Die Solo-Praktiker und kleinen Teams in dieser Kanzlei sind wahrscheinlich direkt involviert, was für Mandanten mit großen Fällen vorteilhaft ist, aber auch bedeutet, dass Kapazität limitiert ist.

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