FARLEGAL

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Was FARLEGAL ist

FARLEGAL ist eine 2022 gegründete Anwaltskanzlei mit Sitz in Genf und London. Die Gründerin und namensgebende Partnerin ist Shayan Farhad, eine Anwältin mit dual-qualified status in der Schweiz und England & Wales. Das heißt: Sie ist als Anwältin in Zürich zugelassen und als Solicitor in England registriert. Vor der Gründung ihrer eigenen Kanzlei arbeitete Farhad als Litigatorin bei anerkannten US-Kanzleien und war als Assistentin des Bundesanwalts tätig. Diese Laufbahn prägt die Ausrichtung der Kanzlei.

FARLEGAL hat sich bewusst auf Strafrecht spezialisiert. Die Kanzlei beschreibt ihre Kernmission als Einsatz für "truth and justice" und betont, dass jeder Mandant "with the utmost respect, professional consideration and empathy" behandelt wird. Die Arbeit umfasst Strafverteidigung, Opfervertretung, grenzüberschreitende Streitigkeiten, internationale Schiedsverfahren und internationale Strafjustiz. Das Büronetzwerk erstreckt sich über zwei Standorte: Genf und London. Die Kommunikation mit Mandanten erfolgt teilweise über ein "secured portal", das den Klienten Echtzeit-Fallaktualisierungen, Dateiverwaltung und Zugriff auf Abrechnungsinformationen ermöglicht.

Wofür man FARLEGAL beizieht

FARLEGAL konzentriert sich auf Strafverteidigung und Opfervertretung in komplexen, oft grenzüberschreitenden Fällen. Das Website-Material listet eine breite Palette von Schwerpunkten auf: Strafverteidigung bei "False Accusations" und "Wrongful Prosecution", Opfervertretung, grenzüberschreitende zivile Streitigkeiten, sowie kommerzielle und Investor-Staat-Schiedsverfahren.

Im strafrechtlichen Bereich spezialisiert sich die Kanzlei explizit auf Wirtschaftskriminalität, Gewaltverbrechen, Auslieferungsverfahren und internationale Schiedsverfahren. Die Website nennt folgende Delikte und Themenfelder: Bestechung von ausländischen Amtsträgern, Geldwäscherei, wirtschaftliche Strafbarkeit von Unternehmen, Sexualstraftaten, Vergewaltigungen, Immobilienstraftaten, Verleumdung, Persönlichkeitsdelikt, Verbrechen gegen internationales humanitäres Recht sowie Umweltkriminalität und sogenannte "Ecocide". Zusätzlich zur klassischen Strafverteidigung bietet die Kanzlei Schiedsverfahren an, darunter internationale kommerzielle Schiedsverfahren und Investor-Staat-Streitigkeiten.

Die Kanzlei hebt die "multidisciplinary, multi-jurisdictional and multilingual expertise" ihrer Arbeitsweise hervor. Dies bedeutet: Wenn nötig, kann sie auf "a broad network of external specialists" zugreifen, die fallspezifisch hinzugezogen werden können. Dies deutet darauf hin, dass die Kanzlei bereit ist, auch bei Fällen außerhalb ihrer Kernkompetenzen oder solchen, die externe Spezialisierung erfordern, zusammenzuarbeiten.

Die Website betont auch, dass Mandanten "direct access to Shayan Farhad" haben, was auf einen unmittelbaren Anwaltskontakt hinweist, nicht auf automatische Delegation an Junioranwälte. Dies wird mit "personalized attention" verknüpft, ein häufiger Verkaufsaspekt für Boutique-Kanzleien, die auf Spezialisierung statt Größe setzen.

Die Belege von der Website

Die Website nennt unter "Distinctive Strengths" vier Schwerpunkte, die die Kanzlei auszeichnen. Erstens wird die "Dual legal expertise" hervorgehoben: "Clients gain a distinct advantage with Shayan Farhad's dual qualification in Swiss law and English law. As a Swiss lawyer and an English solicitor in Geneva, Shayan has a unique approach to the law and provides comprehensive legal representation for clients in Switzerland and England, as well as internationally."

Zweitens beschreibt sich die Kanzlei als "bilingual", arbeitet also in Französisch und Englisch und betont, dass Mandanten in ihrer bevorzugten Sprache bedient werden können. Drittens hebt sie "Seamless communication" hervor, "Clients have direct access to Shayan Farhad and, thus, benefit from personalized attention. The firm's secure client portal provides clients with further transparency and control over their cases."

Viertens spricht die Website von "Fair billing": "We understand the importance of clarity when it comes to legal expenses. In addition to reasonable hourly rates, the firm applies a fair and flexible approach to billing." Konkrete Stundensätze oder Gebührenmodelle werden auf der Website jedoch nicht veröffentlicht.

Ein Zitat der Gründerin fasst ihre Philosophie zusammen: "FARLEGAL was established with the highest ethical standards at its core and out of the desire to return to the essence of the legal profession: to devote oneself to the defense of rights and liberties with sheer independence and liberality, and an unshakable integrity."

Die Website enthält mehrere Mandantenstimmen. Ein Mandant beschreibt die Anwältin so: "Ms. Farhad is not like other lawyers who see us only as a case number; she sees us as real people. She is dedicated and thorough. Very conscientious and highly skilled, she has my complete trust. I highly recommend her." Ein anderer Mandant schreibt: "Ms. Farhad defended me as if my cause were her own, and I am extremely grateful to her." Ein dritter charakterisiert die Kanzlei so: "Professionalism and expertise are the strengths of this firm." Diese Zitate deuten auf einen Service hin, der sich durch persönliche Aufmerksamkeit und Fachkompetenz auszeichnet.

Das Mandat beginnt mit einer Erstberatung: "We know that choosing the right lawyer to represent you is crucial. That is why we offer an initial consultation where we will discuss your legal inquiry and identify the scope of your legal needs, goals, and budget."

Was die Website offenlässt

Die Website veröffentlicht keine Stundensätze, keine Kostenvoranschläge und keine typischen Gebührenspannen. Die "reasonable hourly rates" und der "flexible approach to billing" sind allgemeine Aussagen, nicht konkrete Zahlen. Ein Mandant muss die Erstberatung buchen, um Konditionen zu besprechen.

Auch Wartezeiten, Bearbeitungsfristen oder typische Dauer von Verfahrensschritten sind nicht benannt. Die Website bietet keinen detaillierten Überblick über die bisherige Mandatsstatistik oder erzielten Ergebnisse, ein einzelnes Testimonial und eine Reihe kurzer Zitate ersetzen einen Fallbericht oder eine strukturierte Erfolgsbilanz.

Die genaue Größe des Teams wird nicht genannt. Die Website nennt nur die Gründerin namentlich. Ob die Kanzlei mit anderen angestellten Anwälten arbeitet, wird nicht deutlich; die Referenz auf Farhads "direct access" könnte suggerieren, dass sie allein arbeitet, ist aber nicht explizit.

Auch die Standortausstattung ist vage. Die Kanzlei hat Büros in Genf und London, aber es wird nicht beschrieben, ob beide Orte gleich ausgestattet sind oder ob einer als Hauptsitz und der andere als Nebenstelle fungiert.

Für wen FARLEGAL passt und für wen nicht

FARLEGAL passt zu Mandanten in Strafverfahren mit internationaler Komponente, insbesondere solchen mit Bezug zu beiden Rechtsordnungen (Schweiz und England & Wales). Sie passt auch zu Mandanten, die Opfervertretung brauchen oder die Wert auf eine persönliche Anwaltsbeziehung legen. Die explizite Spezialisierung auf Wirtschaftskriminalität und Geldwäscherei macht sie relevant für Unternehmen und Führungspersonen in wirtschaftlichen Strafverfahren.

FARLEGAL passt möglicherweise weniger, wenn jemand große Anwaltskapazität oder ein großes Team von Spezialistinnen und Spezialisten erwartet. Die Kanzlei stellt sich eher als boutique-artig dar, mit starkem persönlichem Fokus auf die Gründerin. Auch Mandanten, die vorab Gebühren und Fristen brauchen, müssen mit der Kanzlei einen Ersttermin vereinbaren, Transparenz nach dem Motto "hier sind die Konditionen" gibt es nicht. Ferner ist die Kanzlei zeitlich und logistisch an zwei Zeitzonen und Standorte gebunden, was für Mandanten in anderen Regionen eine Herausforderung sein könnte, auch wenn das Spektrum ihrer Expertise "international" ist.

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