Advokatur Martin Dreifuss
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Was die Kanzlei ist
Advokatur Martin Dreifuss ist eine Solopraxis in Bern, Neuengasse 45, Postfach 3001. Martin Dreifuss ist ein einzelner Anwalt, der sich selbst bewusst mit dem Leitspruch vorstellt: «Persönlich und nah: Kurze Wege, klare Kommunikation.» Der Anspruch ist ausdrücklich persönlich, nicht eine grosse Kanzlei mit vielen Ebenen und Telefonstaffeln, sondern direkter Kontakt mit dem Anwalt selbst.
Die Website nennt Schwerpunkte und weite weitere Bereiche: Familienrecht, Strafrecht, Strassenverkehrsrecht und eine Kategorie «Weitere Rechtsgebiete» unter der Erbrecht, Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht sowie Vertrags- und Verwaltungsrecht genannt werden. Dass all diese Bereiche als «Wissen in mehr als 10 Rechtsgebieten» zusammengefasst werden, deutet auf breite juristische Erfahrung und nicht auf eine tiefe Spezialisierung hin.
Dreifuss ist im Anwaltsregister des Kantons Bern eingetragen, also zugelassen und von den Behörden reguliert. Die Website nennt auch die MWST-Nummer CHE-237.059.997. Die Kanzlei ist erreichbar per Telefon, Telefax oder Mobilnummer.
Familienrecht: das Spektrum
Im Familienrecht nennt die Website konkret: «Scheidung, Trennung, Unterhalt, elterliche Sorge, Eheschutz, eheänliche Lebensgemeinschaft, Unterhalt». Das ist ein vollständiges Spektrum, von rechtlichen Fragen rund um das Zusammenleben (Eheschutz, eheänliche Lebensgemeinschaft), über die Auflösung einer Beziehung (Scheidung, Trennung), bis hin zu wer zahlt was und wer kümmert sich um Kinder (Unterhalt, elterliche Sorge). Dieses breite Angebot bedeutet, dass man mit verschiedenen Familienrechtsfragen zur Kanzlei kommen kann, nicht nur mit einer Scheidungsanfrage.
Andere Schwerpunkte
Der Anwalt bietet auch Opfervertretung im Strafrecht an, also Vertretung von Opfern von Straftaten, nicht nur Verteidigung von Angeklagten, die einer Straftat beschuldigt werden. Die Website sagt: «Von der polizeilichen Einvernahme bis zum Urteil. Strafverteidigung und Opfervertretung.» Das bedeutet, dass der Anwalt in allen Phasen eines Strafverfahrens tätig sein kann, von der Anfangsphase bis zum Urteil.
Im Strassenverkehrsrecht konzentriert sich die Kanzlei auf ein spezifisches Problem: «Führerausweisentzug und Fahreignungsabklärung. Schnell reagieren, richtig vorgehen.» Das ist nicht irgendwelche Verkehrsdelikte, sondern konkret der Entzug des Führerscheins und die Prüfung, ob man noch fahren darf, eine wichtige Unterscheidung. Der Hinweis auf «Schnell reagieren, richtig vorgehen» deutet darauf hin, dass diese Verfahren zeitkritisch sind und taktisches Vorgehen zählt.
Die Kanzlei beschreibt ihren allgemeinen Ansatz mit «Realistische Risikoanalyse: Transparente Prozessrisiko- und Kostenabschätzung». Das ist eine Verpflichtung, dem Klienten ehrlich zu sagen, wie gut oder schlecht seine Chancen sind und was es kosten wird. Sie nennt auch drei leitende Sätze: «Scheinbar hoffnungslos ist nicht immer aussichtslos», «Nicht nur Recht haben sondern auch Recht bekommen» und «Unentgeltliche Rechtspflege und amtliche Strafverteidigung unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen.» Der letzte Punkt deutet darauf hin, dass die Kanzlei auch bei der Armenanwaltschaft tätig ist, also Menschen vertritt, die sich einen Anwalt nicht leisten können und vom Staat mitfinanziert werden. Das ist ein wichtiger Hinweis für Mandanten mit geringerem Einkommen.
Ansatz und Philosophie
Die Kanzlei positioniert sich nicht als Mega-Spezialist in einem engen Feld, sondern als vielseitiger Praktiker mit Überblick und Engagement. Der Leitgedanke der «realistischen Risikoanalyse» bedeutet auch, dass der Anwalt nicht jedes Verfahren annimmt, das angefragt wird. Er wird sagen, wenn ein Fall aussichtslos ist, statt Hoffnung zu schüren und Kosten zu treiben. Das ist ein Ansatz, der langfristige Mandantenbeziehungen fördert, nicht kurzfristige Abrechnung.
Die Betonung auf «klare Kommunikation» bedeutet, dass der Anwalt nicht in Jargon spricht, sondern erklärt, was los ist. Für Menschen, die mit dem Rechtssystem nicht vertraut sind, das ist oft das Wichtigste.
Was die Website veröffentlicht und was nicht
Die Kontaktdaten sind klar: Telefon +41 31 305 44 22, Telefax +41 31 305 44 25, Mobilnummer +41 79 945 24 75. Adresse: Neuengasse 45, Postfach 3001 Bern.
Ein wichtiger Hinweis auf der Website besagt: «Mandatsanfragen aller Art ohne die ausdrückliche Annahmeerklärung durch Rechtsanwalt Martin Dreifuss begründen kein Mandatsverhältnis.» Das ist eine rechtliche Klarstellung, wer schreibt, anruft oder eine E-Mail sendet, bindet sich dadurch noch nicht. Auch heisst es: «Die ungesicherte digitale Kommunikation mittels Messengerdiensten und unverschlüsselter E-Mail birgt datenschutzrechtliche Risiken, da sie keine vollständige Vertraulichkeit gewährleistet.» Der Anwalt empfiehlt stattdessen: «Elektronische Eingaben an die Kanzlei haben für die Wahrung der Vertraulichkeit über das Kontaktformular auf dieser Website unter Kontakt zu erfolgen.» Das ist sicherheitsbewusst, aber auch ein Hinweis darauf, dass man nicht einfach eine E-Mail schreiben und sicher sein kann, dass sie privat ist.
Die Website nennt, dass es eine «Vollmacht» zum Download gibt, also ein Formular, mit dem man den Anwalt bevollmächtigt, sich um eine Angelegenheit zu kümmern.
Die Kanzlei veröffentlicht aber keine Stundensätze, keine Gebühren, keine Pauschalpreise und keine Zahlungsmodalitäten. Sie sagt auch nicht, wie lange ein Fall typischerweise dauert oder wie viel er kostet. Das ist auf dieser Website nicht transparent gemacht. Die Website nennt auch keine weiteren Anwälte oder Mitarbeiter, alles läuft über Martin Dreifuss persönlich.
Struktur der Website und Kontaktwege
Die Navigation gliedert die Website in Startseite, Persönliches, Fachbereiche mit den Untergruppen Familienrecht, Strafrecht, Strassenverkehrsrecht und Weitere Rechtsgebiete, dazu Kanzlei, Blog und Kontakt. Ein eigener Menüpunkt «Persönliches» existiert, sein Inhalt ist auf der Startseite selbst aber nicht zu lesen; wer mehr über den Werdegang von Martin Dreifuss erfahren will, muss diese Unterseite eigens aufrufen. Ebenso führt die Kanzlei einen eigenen Blog, dessen einzelne Beiträge von der Startseite aus nicht sichtbar sind.
Eine E-Mail-Adresse im Klartext nennt die Website nicht. Wo eine Adresse stehen würde, zeigt die Seite stattdessen den Hinweis, dass sie per JavaScript verschleiert ist, und verweist ausdrücklich auf das Kontaktformular als vorgesehenen Weg für elektronische Eingaben. Wer klassisch anrufen oder faxen will, kann zwischen Festnetznummer, Telefax und Mobilnummer wählen, die alle namentlich auf der Seite stehen. Im Fusszeilenbereich verlinkt die Website zusätzlich auf die allgemeinen Verzeichnisse Local.ch und Search.ch sowie auf eine Datenschutzerklärung und ein Impressum. Ein eigener Abschnitt «Zahlarten» zeigt Symbole für Zahlungsmethoden, ohne diese im Fliesstext zu benennen, sodass ein Mandant aus der Website allein nicht ablesen kann, welche Zahlwege konkret akzeptiert werden.
Diese Zurückhaltung bei Kosten- und Zahlungsangaben passt zum übrigen Auftritt der Kanzlei: Die Website informiert ausführlich darüber, in welchen Situationen sie hilft, und deutlich knapper darüber, was diese Hilfe kostet oder wie sie technisch abgewickelt wird. Für ein Erstgespräch bleibt damit nur der Griff zum Telefon oder das Kontaktformular, nicht ein Blick auf eine Preisliste.
Für wen sie passt
Diese Kanzlei passt für Menschen in oder um Bern, die eine breite rechtliche Frage haben und mit einem einzelnen, erfahrenen Anwalt arbeiten möchten. Sie passt für diejenigen, die direkten Kontakt schätzen und nicht durch mehrere Ebenen einer grossen Kanzlei gehen wollen. Sie passt auch für Menschen mit Fragen in mehreren Rechtsgebieten, wenn man gleichzeitig eine Scheidung hat und eine Erbschaftssache, ist eine Kanzlei mit breiter Expertise praktisch.
Sie passt auch für Menschen, die transparent über Chancen und Kosten informiert sein wollen, nicht nur Hoffnung, sondern ehrliche Risikoanalyse. Und sie passt für Mandanten mit geringerem Einkommen, die von der Armenanwaltschaft profitieren könnten.
Sie passt weniger für Menschen, die eine Mega-Spezialisierung suchen oder in eine grosse, international tätige Kanzlei wollen. Und sie passt auch nicht, wenn es um einen Notfall geht, bei dem man innerhalb weniger Stunden einen Anwalt braucht, ein Solopraxis kann zeitlich nicht immer sofort einsteigen.