ViciMed AG
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Was die Kanzlei ist
ViciMed AG ist eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei in Zürich, die sich ausschliesslich auf Medizin- und Gesundheitsrecht konzentriert. Das Besondere: Das Team besteht aus Anwälten und Ärzten, nicht nur Juristen. Die Website nennt sie selbst "Interdisziplinäre Zusammenarbeit" als eine ihrer Stärken, neben Respekt, Empathie und Teamspirit. Das Unternehmen beschreibt sein oberste Prinzip als "UNABHÄNGIGKEIT", was bedeutet, dass die Kanzlei ihre Ratschläge nach eigenem Urteil gibt, nicht beeinflusst von wirtschaftlichen Interessen Dritter. Der Standort ist Rennweg 38 in 8001 Zürich. ViciMed wurde gegründet, um die Lücke zwischen Recht und Medizin zu schliessen, wie die Website formuliert: "Wir bauen Brücken zwischen Gesundheit und Recht".
Wofür man sie beizieht
Wer ein rechtliches Anliegen im Bereich Medizin oder Gesundheit hat und von jemandem beraten werden möchte, der beide Seiten versteht, kommt hier an. Nicht allein das juristische Verständnis zählt bei komplexen Fragen im Gesundheitswesen, sondern auch das medizinische Wissen, um den Sachverhalt und die Folgen wirklich zu erfassen. Die Website nennt ihr Kernversprechen: "Ganzheitliche Beratung in Medizin- und Gesundheits-Recht" und präzisiert: "Die ViciMed AG berät Sie umfassend und individuell in rechtlichen Fragestellungen innerhalb des schweizerischen, europäischen und amerikanischen Gesundheitswesens." Das globale Spektrum ist interessant: Die Kanzlei arbeitet nicht bloss in der Schweiz, sondern auch mit europäischen und amerikanischen Rechtsrahmen, was für multinational tätige Unternehmen im Gesundheitswesen wichtig sein kann.
Die Kanzlei nennt drei Kompetenzfelder. Erstens: "MedLaw" als Kernbereich, wo sie berät "zu sämtlichen Schnitt- und Nahtstellen von Medizin und Recht". Das ist das klassische Feld: Ärzte, Spitäler, Arznei-Behörden, alles was die Grenzen zwischen Recht und Praxis verhandelt. Zweitens: "LifeScience & Health Care" für spezialisiertere Fragen wie "E-Health und Datenmanagement oder kommerzielle Schiedsgerichtsverfahren", wo man auf "unsere Spezialistinnen und Spezialisten" vertraut. Das bedeutet: Digitale Gesundheit, Datenschutz im Gesundheitswesen, und das Schiedsrecht für komplexe kommerzielle Streitigkeiten. Drittens: "Angewandte Themen", wo sie "gesamtheitliche Lösungen über Medizinrecht und Life Science hinaus" entwirft und dabei auf "Fachwissen zahlreicher konsiliarischer Partnerinnen und Partner" zurückgreift. Das ist das Netzwerk-Angebot: Kein Anliegen ist zu spezialisiert. Die Arbeitsweise wird beschrieben als: "Unsere agil agierenden Teams bieten mit ihrer umfassenden Expertise und Erfahrung massgeschneiderte Lösungen aus einer Hand." Das bedeutet konkret: Mandanten bekommen nicht einen einzelnen Anwalt zugeordnet, sondern ein ganzes Team. Das Team kann schnell wechseln und skalieren, je nachdem, was die Frage braucht.
Die Belege von der Website
Die Website nennt sieben Gründungspartner namentlich mit ihren akademischen Titeln, und die Aufschlüsselung zeigt das Konzept klar: Klaus Grätz ist Prof. em. Dr. med. Dr. med. dent., also ein pensionierter Professor mit Doppeldoktorat in Medizin und Zahnmedizin. Adrian Kaegi ist Alt STA (das ist ein anerkannter Ausbildungsstand in der Schweiz), lic. iur. (Jurist), mit Zusatzausbildungen CAS MedLaw UZH (Medizinrecht) und CAS Forensics HSW Luzern (Forensik), also ein Anwalt mit spezialisierter Medizin-Ausbildung. Julian Mausbach ist PD Dr. iur. und Rechtsanwalt, also akademischer Jurist. Brigitte Tag ist Prof. Dr. iur. utr. (das bedeutet: beide Zivilrecht und Strafrecht) und Rechtsanwältin, also eine Juristin auf Professorenebene. Michael Thali ist Prof. Dr. med. mit eMBA-HSG, also ein Arzt mit zusätzlicher Betriebswirtschaft. Martin Vaso ist Dr. med. et lic. iur., das heisst: Arzt UND Jurist gleichzeitig, die ideale Hybridfigur. Thomas Vogel ist Lic. iur., ein weiterer Jurist. Die Gründung war also beabsichtigt interdisziplinär: Ärzte und Juristen zusammen von Anfang an.
Weitere Partner sind aufgelistet: Jürg Stahl, Daniel Donauer (Dr. iur., LL.M., CAS, Partner / Rechtsanwalt). Der Verwaltungsrat besteht aus Dominique Kuhlen (Dr. med., Partner / Verwaltungsrätin) und Markus Rüdisüli (Partner / Verwaltungsrat). Damit ist sogar an der Spitze ein Arzt vertreten. Die Website unterstreicht das Konzept mehrfach: "Unsere Exklusivität und Stärke liegt darin, dass bei der Ausarbeitung von Konzepten und Lösungen stets ein Jurist und ein Mediziner beteiligt sind und bei Bedarf auch ein Fachexperte aus den Kreisen unserer konsiliarischen Partner zur Verfügung steht." Das ist nicht bloss Marketing, sondern eine strukturelle Verpflichtung. Die Adresse ist Rennweg 38, 8001 Zürich, im Zentrum der Stadt. Telefon +41 44 381 38 38, E-Mail info@vicimed.ch. Das Netzwerk wird erwähnt: "Zusammen mit unserem Expertennetzwerk verfügen wir über das Knowhow für komplexe Transaktionen und Erarbeitung von Lösungen zu schwierigsten Fragestellungen." Das bedeutet: Wer ein Nischenproblem hat, das intern nicht abgedeckt ist, können sie externe Spezialisten aktivieren.
Was die Website offenlässt
Die Kanzlei veröffentlicht keine Stundensätze und keine Gebührenmodelle. Sie nennt nicht explizit, wie viele Anwälte und Ärzte insgesamt im Team sind, sondern stellt nur die Gründer und die oberste Führungsebene vor. Eine Zählerei der Namen ergibt mindestens sieben Gründungspartner, mehrere weitere Partner und zwei Verwaltungsräte, aber die Gesamtzahl der Team-Mitglieder bleibt offen. Sie nennt keine spezifischen Mandate oder Kundenbeispiele namentlich, und es gibt auch keine Referenzen oder Erfolgsmeldungen auf der Website. Ein Interessent erfährt nicht, mit welchen Unternehmen oder Behörden die Kanzlei bereits gearbeitet hat. Sie nennt nicht, seit wie vielen Jahren die Kanzlei existiert oder wann sie gegründet wurde. Auch nicht klar ist, ob ViciMed selbst tätig wird als Berater ("we advise") oder ob sie auch Litigation-Dienstleistungen anbietet, also Vertretung vor Gericht oder vor Schiedsgerichten. Die Website erwähnt zwar "kommerzielle Schiedsgerichtsverfahren", aber nicht, ob die Kanzlei auch in ordentlichen Gerichtsverfahren tätig ist oder nur in Beratung arbeitet. Das ist wichtig für jemanden, der bei einer Eskalation auch vor Gericht vertreten werden möchte.
Für wen sie passt, für wen nicht
ViciMed passt für Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen (Spitäler, Praxen, Kliniken, Pflegheime, Pharma-Unternehmen, Medtech-Firmen, E-Health-Startups, Versicherungen im Gesundheitsbereich), die komplexe Rechtsfragen haben und von jemandem mit medizinischem Verständnis beraten werden möchten. Sie passt auch für Behörden im Gesundheitswesen, wenn diese Rat brauchen. Sie passt auch für grössere Privatpersonen oder spezialisierte Verbände mit medizinisch-rechtlichen Fragen, zum Beispiel in Zusammenhang mit Versicherungen, klinischen Studien oder regulatorischen Genehmigungen. Das Profil deutet klar darauf hin, dass die Kanzlei Premium-Mandate mit substanzieller Komplexität bevorzugt und nicht für Standard-Rechtsfragen oder kostengünstige Einsteiger-Beratung geeignet ist. Wer sich Zeit für intensive Gespräche an der Schnittstelle von Medizin und Recht nehmen kann und ein Budget für spezialisierte Beratung hat, wird hier kompetent beraten. Nicht geeignet ist ViciMed für Privatpersonen mit einfachen Fragen, etwa einer einzelnen verbraucherrechtlichen Beschwerde. Auch nicht für jemanden, der einen möglichst günstigen Rechtsrat sucht; das Profil der Kanzlei deutet auf substantielle Gebühren hin. Nicht geeignet auch für allgemeine Wirtschaftsrecht-Fragen oder Privatrecht-Beratung jenseits des Gesundheitswesens, etwa für Familienrecht oder Immobilienrecht. Ein Unternehmen, das nur gelegentlich eine medizinrechtliche Frage hat und sonst breite anwaltliche Unterstützung braucht, wird woanders besser aufgehoben sein.