LKK Arbitration Ltd
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Was die Kanzlei ist
LKK Arbitration Ltd ist eine Kanzlei mit Sitz in Genf, spezialisiert auf internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Die eigene Seite beschreibt sich selbst so: "LKK ARBITRATION is a Geneva-based law firm specializing in international arbitration." Die Mitglieder der Kanzlei treten laut eigener Aussage nicht nur als Parteivertreter auf, sondern auch als Schiedsrichter und Sachverständige: "Its members act as arbitrators, counsel or experts in commercial, investment and sports arbitrations." Das unterscheidet LKK von einer reinen Prozessvertretungskanzlei, denn wer hier mandatiert, holt sich Leute an Bord, die ein Schiedsverfahren auch von der Richterbank aus kennen. Als Praxisgebiete nennt die Website "International Arbitration and Litigation, Commercial, Investment, Sports, Public International Law".
Die Spezialisierung auf Schiedsgerichtsbarkeit ist bewusst eng gefasst. LKK ist nicht eine Vollservice-Kanzlei mit Arbitration als einer von vielen Schwerpunkten, sondern eine auf Dispute Resolution ausgerichtete Boutique. Das bedeutet, dass die Kanzlei bei einem Schiedsverfahren eine höhere Spezialisierung bringt als eine größere Kanzlei, die Arbitration neben Corporate M&A, Banking und anderen Bereichen anbietet.
Wofür man sie beizieht
Wer mit einem kommerziellen, einem Investitionsschutz- oder einem Sportschiedsverfahren zu tun hat, findet hier ein Team, das solche Fälle nach eigener Darstellung nachweislich führt. Die Website dokumentiert mehrere abgeschlossene Verfahren mit Datum und Namen der beteiligten Anwälte statt mit allgemeinen Angaben. Im November 2025 gewann das Team laut eigener Meldung für den indischen Fussballclub Inter Kashi FC vor dem Court of Arbitration for Sport: "Antonio Rigozzi, Johannes Fahner and Patrick Pithon successfully represent Indian football club before CAS." Im März 2025 vertrat die Kanzlei einen Staat in einem Aufhebungsverfahren vor dem Schweizer Bundesgericht, so die Website: "LKK team successfully represents State in annulment proceedings before the Swiss Supreme Court." Im Juni 2022 leitete Antonio Rigozzi ein Team, das den italienischen Fussballclub Spezia Calcio in einer Beschwerde gegen ein von der FIFA verhängtes Registrierungsverbot vertrat, wie die Website unter dem Titel "LKK Team Succeeds in Appeal before CAS" festhält. Und schon am 31. Juli 2020 vertraten laut eigener Angabe Sébastien Besson und Silja Schaffstein erfolgreich die Gegenseite in einem Aufhebungsverfahren gegen einen internationalen Schiedsspruch. Diese vier dokumentierten Fälle zeigen zwei wiederkehrende Muster: Sportschiedsverfahren vor der CAS, oft mit FIFA-Bezug, und die Anfechtung oder Verteidigung von Schiedssprüchen vor dem Schweizer Bundesgericht. Wer ein laufendes oder drohendes Verfahren in einem dieser beiden Bereiche hat, findet bei LKK eine Kanzlei mit dokumentierter statt nur behaupteter Erfahrung.
Das Geschäftsmodell: Anwalt, Schiedsrichter und Sachverständiger
Das Geschäftsmodell von LKK unterscheidet sich von reinen Anwaltskanzleien dadurch, dass die Mitglieder nicht nur als Parteivertreter tätig sind, sondern auch als Schiedsrichter und Sachverständige. Ein Anwalt, der bereits als Schiedsrichter tätig war, kennt die Sichtweise der Gegenseite und des Tribunals aus erster Hand. Das ist ein Vorteil für die Mandantenvertretung, weil der Anwalt weiss, welche Argumente bei einem Tribunal zählen und welche nicht.
Gleichzeitig kann ein Anwalt, der als Schiedsrichter agiert, für die Kanzlei ein Geschäftsfeld darstellen. Wer eine Schiedsrichter bestellen lässt, zahlt eine Honorargebühr, die in der Regel höher ist als Anwaltshonorar. Ein Mitglied der Kanzlei als Schiedsrichter ist also ein zusätzliches Einnahmeerlebnis für die Praxis.
Die Belege von der Seite
Die Website nennt mehrere Teammitglieder namentlich im Zusammenhang mit den beschriebenen Fällen: Antonio Rigozzi, Johannes Fahner, Patrick Pithon, Sébastien Besson und Silja Schaffstein. Gabrielle Kaufmann-Kohler wird ebenfalls als Mitglied geführt; laut eigener Meldung übernahm sie am 18. April 2018 am Sydney Congress die Präsidentschaft der International Council for Commercial Arbitration (ICCA), veröffentlicht auf der Seite unter dem Titel "Gabrielle Kaufmann-Kohler takes office as ICCA President". Gabrielle Kaufmann-Kohler ist eine international bekannte Arbitration-Expertin und ihre Präsidentschaft der ICCA ist ein Signal für die Seriösität der Kanzlei. Im Juli 2026 meldete die Website eine interne Beförderung, wörtlich: "LKK Arbitration is pleased to announce the promotion of Eolos Rigopoulos to Counsel."
Die Website gliedert sich laut Hauptnavigation in die Bereiche Home, LKK, Expertise, Team, Publications und Accolades sowie eine eigene Karriereseite; was in diesen Unterbereichen im Einzelnen steht, zeigt die Startseite selbst nicht. Ihre Fallmeldungen trennt die Seite in zwei Rubriken, "Latest developments" für 2025 und 2026 und "From the archives" für ältere Fälle bis 2018 zurück, was auf eine über Jahre gepflegte Fallübersicht hindeutet statt auf eine einmalig befüllte Seite. Als Kontakt nennt die Website die Adresse "3-5, rue du Conseil-Général, P.O. Box 552, CH-1211 Geneva 4" und die Telefonnummer "+41 22 809 62 00".
Genf als Arbitration-Zentrum
Genf ist weltweit eines der wichtigsten Zentren für internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Die Stadt beherbergt viele internationale Organisationen (UNO, Welthandelsorganisation, Internationales Komitee vom Roten Kreuz) und ist die Heimat vieler auf Arbitration spezialisierter Kanzleien. Eine Kanzlei in Genf profitiert von diesem internationalen Flair und vom "Arbitration Hub"-Status der Stadt. Die Tatsache, dass LKK in Genf sitzt, ist also nicht zufällig, sondern ein Teil ihrer Positionierung.
Was die Seite offenlässt
Konditionen veröffentlicht die Kanzlei nicht: kein Stundensatz, kein Pauschalhonorar, keine Angabe zu einem Kostenvorschuss. Ein Gründungsjahr nennt die Website nicht, ebenso wenig eine Gesamtzahl an Anwältinnen und Anwälten; sie führt einzelne Personen namentlich auf, ohne eine Teamgrösse zu beziffern. Sprachen, in denen die Kanzlei arbeitet, werden auf der Startseite nicht aufgeführt, obwohl die dokumentierten Mandate englischsprachige internationale Gremien wie die CAS betreffen.
Wie ein Mandat beginnt, ob es ein Erstgespräch gibt und wie ein solches abläuft, beschreibt die Seite nicht. Die aufgeführten Fälle sind ausschliesslich Erfolgsmeldungen; über verlorene Verfahren oder eine Erfolgsquote insgesamt sagt die Website nichts, was bei einer Seite mit Presseecho zu erwarten ist, aber kein vollständiges Bild ergibt. Auch zu Zulassungen, Fachanwaltstiteln oder der Ausbildung der genannten Personen findet sich auf der Startseite keine Angabe.
Die Website nennt "Publications" als Navigationspunkt, veröffentlicht aber keine Artikel oder Publikationen auf der Startseite. Ein Besucher müsste in die Publications-Sektion gehen, um herauszufinden, ob die Kanzlei akademisch tätig ist oder publiziert. Ebenso "Accolades" deutet auf Preise oder Auszeichnungen hin, die auf der Startseite aber nicht sichtbar sind.
Für wen sie passt
LKK passt für Parteien in einem kommerziellen, einem Investitionsschutz- oder einem Sportschiedsverfahren, besonders wenn ein Verfahren vor der CAS oder im FIFA-Umfeld ansteht: Genau dafür liefert die eigene Seite die dichteste dokumentierte Erfahrung. Sie passt auch für Parteien, die einen bereits ergangenen Schiedsspruch vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten oder verteidigen müssen. Wer dagegen eine allgemeine Prozesskanzlei für ein breiteres Spektrum an Rechtsgebieten sucht, findet dazu keine Angabe: Die Website nennt ausschliesslich Schiedsgerichtsbarkeit und angrenzende Bereiche des internationalen öffentlichen Rechts als Praxisgebiete. Wer vor einer Mandatierung Klarheit über die Kosten haben will, muss direkt anfragen, denn die Website veröffentlicht dazu nichts.
Ideal für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Streitfällen, für Staaten in Investitionsschutzverfahren, und für Sportorganisationen oder Sportler mit internationalen Schiedsverfahren.